Gesundheit und Hygiene der Scheide

14.10.2002
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Kate Book
  

Viele Frauen kennen eine gewisse Unsicherheit, was die Hygiene und Gesundheit ihrer Scheide betrifft. Ist der Ausfluss noch normal, handelt es sich schon um eine Entzündung oder einen Pilz? Und leider werden bei der Pflege und Hygiene immer wieder Fehler gemacht, die das Problem, das eigentlich vermieden werden soll, erst hervorrufen. So gibt es viele Frauen, die seit Jahren unter immer wieder kehrenden Entzündungen oder Pilzen leiden und mit den herkömmlichen Behandlungsmethoden nur kurzfristige Erfolge erzielen.

Ein bisschen Ausfluss ist völlig normal, ja sogar notwendig, da die Scheide und die Gebärmutter sich durch dieses Absondern der Flüssigkeit reinigen. Dieser Ausfluss ist durchsichtig bis weiß und fast geruchlos. Zu manchen Zeiten kann die Menge zunehmen, z. B. im Monatszyklus, bei einer Schwangerschaft, durch die Hormonschwankungen zu Beginn der Pubertät oder der Wechseljahre.

Wenn Sie einen solchen Ausfluss haben, ist Ihre Scheidenflora gesund und Sie sollten darauf achten, Sie durch die richtige Behandlung im Gleichgewicht zu halten. Denn die in der Scheide natürlicherweise angesiedelten Milchsäurebakterien sind ein wichtiger Schutz gegen Entzündungen und Infektionen.
Wenn Sie nun z. B. zur Reinigung Seife und Intimsprays benutzen, zerstören Sie die Milchsäurebakterien. Dann können sich leicht schädliche Bakterien und Keime ansiedeln bzw. in einer Weise vermehren, die zu Entzündungen führen. Auch eine Behandlung eines Scheidenpilzes mit einem sogenannten Antimykotika, das zwar den Pilz wirkungsvoll bekämpft, kann zu einer Störung des Scheidenmilieus und damit einer neuen Anfälligkeit für Entzündungen führen.

Der erste und wichtigste Tipp sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung ist also, das natürliche Scheidenmilieu zu erhalten.

  • Mit dem richtigen Waschen fängt es an: Benutzen Sie nur Wasser oder alkalifreie Waschsubstanzen.
  • Trocknen Sie sich sorgfältig ab, lassen Sie nasse Badesachen nicht auf der Haut trocknen, denn schädliche Keime lieben eine feuchtwarme Umgebung.
  • Tragen Sie Wäsche aus Baumwolle und verzichten Sie auf Slipeinlagen mit Kunststoffbeschichtung, damit die Scheide Luft bekommt.
  • Beschränken Sie Ihren Zuckerkonsum: Hefepilze "ernähren" sich von Zucker.
  • Wenn Sie schon Symptome wie Juckreiz und unangenehm riechenden Ausfluss haben, versuchen Sie nunächst eine Behandlung mit Naturjoghurt: Tränken Sie ein Tampon in Naturjoghurt und führen Sie es über Nacht ein. Zusätzlich können Sie die Scheide morgens und abends mit Joghurt einreiben.
  • Falls Sie wegen eines Scheidenpilzes Antimykotika von Ihrem Arzt bekommen haben, fragen Sie ihn nach einer anschließenden Behandlung mit Zäpfchen mit Milchsäurebakterien oder behandeln Sie die Scheide wie oben beschrieben mit Joghurt, um das Scheidenmilieu wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Last but not least: Immer wiederkehrende Infektionen können ihre Ursache auch in einer allgemein geschwächten Körperabwehr, wie sie z. B. durch schlechte Ernährung, Medikamenteneinnahme, Alkoholgenuss etc. zustande kommen kann, und in psychischen Problemen, Stress etc. haben.

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