SEO: PR0 - Was man über einen Google Penalty wissen muß

11.09.2008
8631 Views
Bewertung 4.5
Tony Kühn
www.philognosie.net
  

Da die Suchmaschine Google heute nahezu 80% aller Suchanfragen bearbeitet, ist sie für die meisten Webmaster der wichtigste Lieferant von Besuchern. Dabei ist es nicht leicht, seine Webseiten so zu optimieren, daß sie gut indiziert sind und einen hohen PR (Page Rank = Qualitätsskala für Webseiten) von Google zugesprochen bekommen. Wie groß ist dann der Schreck, wenn die Seiten über Nacht abstürzen, d.h. plötzlich einen PR von 0 aufweisen oder aus anderen Gründen die Besucher ausbleiben.

Google PenaltyIn diesem Artikel wollen wir uns mit dem sogenannten Google Penalty (Google Strafe) beschäftigen, der zu einem Absturz des PRs und der Besucherzahlen führen kann. Weiterhin wollen wir einige Analysemethoden zeigen, damit man selbst die Ursachen für den Absturz recherchieren kann.

Außerdem sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie der Google Penalty rückgängig zu machen ist. Die im Folgenden dargestellten Inhalte sind Zusammenfassungen von Erfahrungswerten, die keine absolute Gültigkeit beanspruchen, sondern Indizien und Anregungen liefern sollen, wie man mit dem Problem "Google Penalty" umgeht.

Woran erkennt man einen Google Penalty?

Es ist schwierig Strafen von Google mit hinreichender Sicherheit zu erkennen. Wenn also beispielsweise eine optimierte Seite in den Suchergebnislisten (SERP) zu einem bestimmten Keyword abrutscht, kann dies unterschiedliche Ursachen haben. Eine Möglichkeit ist eine Veränderung des Google-Algorithmus, welcher "über Nacht" umgestellt wurde und nun die Seiten anders bewertet.

Google AlgorythmusBei jeder Algorithmusänderung oder jedem Google SERP-Update (SERP = Search engine result page) gibt es immer Gewinner und Verlierer. Viele interpretieren einen Rankingverlust automatisch als eindeutiges Indiz dafür, daß ein Google Penalty für die eigenen Seiten vorliegt - das ist falsch. Es kann ebenso die Auswirkung eines veränderten Google-Algorithmuses sein. Um sich ein genaueres Bild der Situation machen zu können, sollte man als nächstes die Bewertung der Backlinks von Google ansehen..

Google wertet oft Backlinks von verschiedenen Quellen ab, wenn Google der Auffassung ist, daß diese zur künstlichen Erhöhung des PR für ihre Websites erzeugt wurden. Hierzu werden kontinuierlich geringfügige Veränderungen im Google-Algorithmus gemacht, um derartige Spam-Links zu bekämpfen. Ein bekanntes Beispiel für solche Spam-Verlinkungen ist die Verlinkung mit Web-Verzeichnissen mit geringer Qualität und Link-Farmen.

Viele Webmaster wissen mittlerweile, daß Links aus solchen Quellen völlig unbrauchbar sind, wenn sie den eigenen PR steigern wollen. Weniger bekannt ist, daß Links aus solchen Quellen dem Empfänger in Form einer Abwertung der Backlinks sogar schaden können. Die Schwere der Rückstufung ist in der Regel gleichbedeutend mit dem Vertrauensverlust, der durch die "schlechte Nachbarschaft" indiziert wurde.

Es gibt keinen Zweifel daran, daß Blog-Links und Links von Web-Verzeichnissen mit niedriger Qualität ebenfalls abgewertet wurden. Dies hat dazu geführt, daß Website Rankings, die eine beträchtliche Anzahl der Backlinks aus solchen Quellen oder "site wide links" aus Blogs oder Verzeichnissen bekamen, reduziert wurden. Darüber hinaus wurden Backlinks von nicht verwandten Themen-Seiten abgewertet. Wenn sich Ihre Website also stark auf derartige Linkstrukturen stützt, kann es leicht zu einem plötzlichen Abfall im Google-Ranking kommen. Ergänzende Infos hierzu gibt es auch bei "Google PR Strafe für Linkseller!"

Wenn Sie den Verdacht auf einen Google-Penalty haben, ist es sinnvoll zuerst zu prüfen, ob eine Änderung im Google-Algorithmus die Ursache ist. SEO-Foren berichten über Algorithmusänderungen in der Regel kurz nachdem die Auswirkungen spürbar sind. (Sprich, man kann dort Auswirkungen von Algorithmusänderungen nachlesen.) Ein gutes deutsches SEO-Forum findet man bei Abakus - ein gutes englisches Forum ist das SEO Chat Forum

Wenn Ihre Website unter einem plötzlichen und dramatischen Rückgang der Rangliste leidet und keine Google-Algorithmus Änderungen vorgenommen wurden, dann kann eine Strafe von Google möglicherweise die Ursache sein. Wichtig wäre dann weiter zu wissen, ob Sie Aktivitäten unternommen haben, die gegen die Google-Richtlinien für Webmaster verstoßen haben.

Google PR0Der "worst case" ist hier, daß die gesamte Webseite aus dem Index fliegt. Hier wäre ein Indiz, daß alle Seiten einer Domain plötzlich mit einem PR0 ausgestattet werden. Die PR-Anzeige in der Google Toolbar wird in diesem Fall nur noch grau dargestellt. Fährt man mit der Maus über die Anzeige, bekommt man die Info "Keine PageRank-Informationen verfügbar".

Was auch immer der Grund ist, sich von einer Strafe von Google wieder zu erholen, ist eine echte Herausforderung. Hier kann Ihnen die weiter unten aufgeführte "Checkliste für Google Strafen" wichtige Ansatzpunkte für das weitere Vorgehen liefern. Wenn Sie hier systematisch analysieren, sollten Sie die Ursachen für den PR bzw. SERP-Verlust herausbekommen.

Erste Prüfung auf eine Vertragsstrafe

Wenn Sie einen Verdacht auf einen Google Penalty haben, sollten Sie zunächst die betroffenen URLs bei Google prüfen. Laden Sie hierfür zuerst die Google-Suchmaschine in Ihrem Browser und geben Sie "site:yourdomainname.de -asdfasdf" (ohne Anführungszeichen) in das Google-Suchfeld ein. Hier sollte dann im Suchergebnis die Domain plus weitere Webseiten auftauchen, die darauf verlinken. Ist das nicht der Fall, wäre dies ein starkes Indiz für einen Google Penalty.

Wenn keine URL's indiziert ist und keine Backlinks angezeigt werden, können Sie im nächsten Schritt "link:yourdomain.de" (ohne Anführungszeichen) eingeben. Auch hier müßten normalerweise die Domain plus Backlink-Seiten angezeigt werden. Ist das nicht der Fall, dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen Google-Penalty, besonders dann, wenn Ihre Website früher indiziert war und Backlinks angezeigt wurden.

Die Ausnahme von dieser Regel sind neue Websites mit wenigen Backlinks. Sie sind möglicherweise noch nicht von Google indiziert und warten noch darauf gecrawlt zu werden. Hier muß man unter Umständen lediglich warten, bis die Website von den Google-Robots gefunden und indiziert wird, was durchaus ein paar Monate dauern kann.

Nicht alle Google-Sanktionen führen zu einem Verlust an Page Rank. Zum Beispiel können verschiedene Google-Filter ausgelöst werden durch unnatürliche Unregelmäßigkeiten bei Backlinks (festgestellt durch den cleveren Google-Algorithmus) oder durch übermäßigen Link-Tausch, insbesondere bei Verwendung ähnlicher Anchor-Texte bei Links. So etwas wird man spätestens dann bemerken, wenn der Besucherstrom auf die eigene Website drastisch einbricht.

Um einen Google-Penalty bzw. eine Ranking-Strafe zu verhindern, sollten Sie beim Einsteigen in ein sogenanntes "Link-Building-Programm" besonders vorsichtig sein. Hier hat Google schon lange erkannt, daß es sich um einen Betrugsversuch handelt, die Website künstlich aufzuwerten und bestraft dies entsprechend. Meiden Sie also insbesondere den gegenseitigen Link-Tausch als Haupt-Standbein Ihrer SEO-Kampagne.

Wenn Sie den Verdacht haben, daß Ihre Website einen Google-Penalty erhalten hat, können Sie sich an Google per E-Mail an help@google.com wenden und um Hilfe bitten. Google wird in der Regel die Spam-Bericht-Warteschlange überprüfen und irgendeine Form von Unterstützung anbieten.

Interessant ist ein kürzlicher Schritt von Google, Websites, die klar gegen die Google-Richtlinien für Webmaster (Terms of Service) verstoßen, im Vorfeld zu warnen. Sie erhalten möglicherweise eine E-Mail von Google, mit dem Rat Ihre "Optimierung" zu bereinigen. Sie haben so die Möglichkeit einer Strafe und Website-De-Indizierung zu entgehen. Wenn der Verstoß gegen die Google-Richtlinien (z.B. Spam-oder versteckten Text) aus der Website entfernt wird, wird Google in der Regel automatisch die Strafe rückgängig machen und die Webseite neu indizieren, wenn der Webmaster eine Google-Reintegration Anfrage abschickt.

Sehen Sie sich auf jeden Fall noch die folgende Checkliste an, um die Ursache für den PR oder Besucherverlust etc. genauer zu untersuchen.

Checkliste für Google Strafen

1. Links auf verbotene Websites

Führen Sie einen Test auf alle externen Links Ihrer Website aus, um zu sehen, ob Sie auf eine Seite verlinken, die von Google verboten ist. Dies werden Websites sein, die aus dem Google-Index entfernt wurden und einen Page Rank 0 zeigen (mit einer grau dargestellt Toolbar Page Rank-Anzeige).

2. Links zu schlechter Nachbarschaft

Überprüfen Sie, ob Sie auf Link-Farmen oder Brückenseiten (doorway pages) verlinken. Sie gehören zur "Schlechten Nachbarschaft" und zählen als Spam-Sites ohne echte bzw. nützliche Inhalte. Auch Brückenseiten (doorway pages) sollten Sie meiden, da diese schon lange als "Black-Seo-Maßnahmen" bekannt sind und entsprechend abgestraft werden.

Wenn Sie Zweifel haben, empfehlen wir Ihnen eine Qualitätsprüfung aller ausgehenden Links zu externen Seiten mit dem "Bad Neighborhood"- Erkennungswerkzeug. Obwohl dieses SEO-Werkzeug nicht perfekt ist, kann es möglicherweise "Problemseiten" anzeigen. Ein weiterer guter Tip ist, eine Google-Suche für den HTML-Homepage-Titel (Seitentitel) der Websites, auf die Sie verlinken, durchzuführen. Wenn die Seite nicht in den Top-20 der Google SERPS auftauchen, dann sind sie fast sicher "schlechte Nachbarschaft" und sollte gemieden werden.

3. Automatisierte-Abfrage Strafe

Google Sanktionen können manchmal verursacht sein, durch die Verwendung automatisierter Abfrage-Tools, die die Google-API nutzen. Insbesondere wenn diese Abfragen mit der gleichen IP-Adresse gemacht werden, die Ihrem Server bzw. Homepage zugeordnet wird. Diese Werkzeuge verstoßen gegen die Google-Nutzungsbedingungen (wie dies in ihren Richtlinien für Webmaster dargelegt ist). Google erlaubt bestimmte automatisierte Abfragen in ihrer Datenbank mit ihren "Analytic Tools" und wenn der Zugriff über ein eingetragenes Google-API-Konto erfolgt. Nicht genehmigte Arten von automatisierten Abfragen können zu Problemen führen, insbesondere dann, wenn diese häufig genutzt werden.

4. Über-Optimierungs Sanktionen

Diese können ausgelöst werden durch übereifrige SEO-Aktionen, wie aggressives Link-Building mit den gleichen Keywords im Link-Anchor-Text. Wenn Sie eine Link-Kampagne (link building campaigns) erstellen, variieren Sie den verwendeten Link-Text und verbinden Sie diesen mit einer Vielzahl von verschiedenen Keyword-Begriffen. Optimierung für hoch bezahlte Stichworte wie "Viagra" kann das Risiko weiter erhöhen. Mischen Sie deshalb sogenannte "Long tail Keywords" ein. Für brandneue Domains fügen Sie nicht mehr als 5 neue Einweg-Backlinks pro Woche hinzu und verwenden Sie eine tiefe Verlinkung zu Websiten - also nicht nur von Startseite zu Startseite.

5. Website Vernetzung & Link Systeme

Wenn Sie mehr als eine Website betreiben und der Google-Penalty alle Seiten gleichzeitig betrifft, überprüfen Sie die Verknüpfung (Vernetzung) zwischen den Seiten. Umfangreiche Verlinkung von Websites, insbesondere dann, wenn sie mit der gleichen IP-Adresse (z.B. alle Webseiten befinden sich auf einem Server) operieren, kann als "Link System" von Google interpretiert werden, die die "Terms of Service" verletzen.

Die Risiken sind sogar noch höher, wenn Site A auf der gesamten Webseite zu Site B verlinkt und umgekehrt. Wenn Sie auf die gesamte Webseite verlinken müssen (site wide links), stellen Sie sicher, daß es keine gegenseitigen (reziproken) Links sind. Link-Systeme, die in der Fußzeile der Webseite eingebaut sind, sind besonders riskant. Die Realität ist, daß Verlinkungen die die gesamte Webseite umfassen, wenig zur Erhöhung des PRs bzw. den SERPS beiträgt. Letztlich zählt Google nur einen Link von einer Website zur anderen als primär, d.h. nur hier kommt eine gute Vererbung des PRs zustande.

Manche SEO-Firmen glauben auch, daß Yahoo jetzt eine ähnliche Politik wie Google betreibt. Es gibt einige Hinweise darauf, daß der umfangreiche Gebrauch von "Site wide Links" den Wert des "Google-Website-Vertrauens" senken kann, d.h. ein reduziertes Ranking nach sich zieht.

6. Versteckten Text oder Links

Entfernen Sie jegliche Links mit versteckten Texten. Diese Texte können mit CSS verborgen sein oder indem der Text in der Hintergrundfarbe angezeigt wird, so daß er für User unsichtbar erscheint. Diese riskanten SEO-Techniken führen oft zu einer Strafe von Google oder einer Bannung der Website und sollten sofort entfernt werden. Das Gleiche gilt für versteckte Links, die nach Matt Cutt gegen die Richtlinien für Webmaster verstoßen.

7. Keyword-Füllung (Spamming)

Entfernen Sie übermäßiges Keyword-Spamming aus dem Content der Website (unnatürlich häufige Wiederholungen der gleiche Keyword-Phrase im Body-Text). Verwenden Sie stets natürliche, gut geschrieben Texte, die auch für jeden User angenehm zu lesen sind. Auch Suchmaschinen merken mittlerweile, ob die Text für Robots oder Leser verfaßt wurden.

8. Automatisierte Seiten-Redirects

Hier ist die Verwendung von automatischen Browserweiterleitung auf Seiten gemeint. Meta-Refresh, JavaScript oder automatisierte Redirects führen oft zu Google Sanktionen, weil die Seiten leicht als Brückenseiten (doorway pages) interpretiert werden können. Diese Technik ist besonders gefährlich, wenn die Neuladezeit (refresh time) weniger als 5 Sekunden ist. Um zu verhindern, daß Google Sanktionen verhängt, verwenden Sie eine 301 Redirect oder Mod Rewrite-Technik. Dies impliziert die Einrichtung einer ". htaccess-Datei" auf Ihrem Webserver.

9. Link Kauf oder Verkauf

Überprüfen Sie auf jegliche bezahlten Links (bspw. der Kauf von Text-Links von bekannten Link Lieferanten / Unternehmen). Es gibt einige Anzeichen dafür, daß der Kauf von Links dem Ranking schaden kann und dies war in Kommentaren von Matt Cutts (Google-Ingenieur) in seinem Google SEO Blog enthalten. Matt erwähnte, daß Google auch Links von Unternehmen abwertet, die Text-Links verkaufen, so daß sie "Null-Wert" für den Empfänger im Hinblick auf die Verbesserung der Website oder Rankings bzw. Page Ranks bringen. In der jüngeren Vergangenheit hat Google eine Page Rank Strafe für bekannte Link-Anbieter und viele Verzeichnisse verhängt.

10. Reziproke Link-Building-Kampagnen

Übermäßige wechselseitige Verlinkung kann einen Google-Penalty auslösen oder zu einem SERP-Filter führen, wenn der gleiche oder sehr ähnliche Link Anchor-Text immer und immer wieder verwendet wird oder eine große Zahl von gegenseitigen Links in relativ kurzer Zeit hinzugefügt werden.

Die Gefahr steigt, wenn wechselseitige Links zu qualitativ niedrigen Websites oder Websites mit einem nicht verwandten Thema gesetzt werden. Dies kann zu einer "Backlink-Über-Optimierungsstrafe" führen (SEO-Experten als BLOOP! bekannt). Ein Google "BackLink-Over-Optimisation-Penalty" führt zu einem plötzlichen Abfall im SERP Ranking (oftmals zu gravierendem Abfall). Um dieses Problem zu vermeiden, sollte der gegenseitige Link-Tausch nur als Teil einer nachhaltigen SEO-Strategie verwendet werden, die auch qualitative hochwertige (Einweg-)Links zu echtem Website-Content enthält.

Das Setzen gegenseitiger Links zu themenfremden Websites ist eine riskante SEO-Strategie, ebenso wie der gegenseitig Link-Tausch mit "Low-quality-Websites". Um qualitativ hochwertige Link-Tausch-Partner zu erkennen, verwenden wir einen einfachen, aber effektiven Test - ungeachtet des angezeigten Page Rank:

  • Wenn Sie bei der Suche nach den ersten 4 Wörtern des vollen Seitentitels der Webseite (siehe oben im Internet-Explorer-Fenster), die Startseite einer Website nicht unter den besten 20 der Google-Suchergebnisse (SERPS) finden können, dann wird die gegenseitige Verlinkung mit dieser Website keine Vorteile bieten.

Vergessen Sie auch nicht zu prüfen, ob der potentielle Linkpartner ein ähnliches Thema wie Ihre Homepage hat.

11. Zweifelhafte Partneragenturen und "Made for Adsense"-Sites

Es ist eine wohlbekannte Tatsache, daß Google Affiliate-Sites mit wenig Inhalt nicht mag und das gleiche gilt für "made for AdSense"-Sites. Stellen Sie sicher, daß Partnerseiten echten qualitativen Content haben, wenn Sie nicht wollen, daß sie aus den Suchergebnissen herausgefiltert werden, wenn jemand einen Google Spam-Bericht abschickt. Wir haben persönliche Erfahrungen mit Affiliate-Sites, die einen Google-Penalty bekommen haben. Verwenden Sie deshalb weder Zeit noch Geld für solche Dummy-Sites.

12. Prüfen Sie die Google-Richtlinien für Webmaster

Lesen Sie die Google-Richtlinien für Webmaster und überprüfen, ob Ihre Websites den Kriterien entsprechen. Seit Anfang 2007 informiert Google manchmal Webmaster über das Google-Webmaster-Tool, falls diese vielleicht unwissentlich die Richtlinien gebrochen haben. So erfährt man als Webmaster aus erster Hand, welcher Verstoß vorliegt.

Allerdings führt eklatantes Spamming oder erhebliche Verstöße gegen die Google-Richtlinien oft zu einer Bannung der Webseite aus dem Index. Dies kann selbstverständlich auch ohne Vorwarnung auf der Webmaster-Konsole geschehen. Falls Sie eine solche Mitteilung erhalten, wird der Webmaster in der Regel zur Behebung des Problems ermutigt, um dann einen erneuten Aufnahme-Antrag zu stellen (Antrag auf erneute Überprüfung). Aus meiner Erfahrung kann die betroffene Webseite im Anschluß ihr originales Ranking wiederbekommen - ohne Vertrauensverlust.

13. Google Webmaster Tools

Laut Matt Cutts's Blog, verbessert Google die Kommunikation mit Webmastern in Bezug auf gebannte Websites und Sanktionen. Google informiert jetzt einige (aber nicht alle) Webmaster über die Ursache einer Bannung oder Strafe der Website, über die neue Webmaster-Konsole. Darüber hinaus kann ein Google-Wiederaufnahme Antrag auch über dieselbe gestellt werden.

Falls Sie also von einer Website-Bannung oder einem Google-Penalty betroffen sind, lohnt es, sich bei Google Webmaster-Tools anzumelden. Dann können Sie eine XML-Sitemap für Ihre Webseite hochladen und anschließend den Website-Status auf der Google-Webmaster-Konsole prüfen. Dies ist leicht umzusetzen und hilft sehr dabei, die Ursache des Problems zu ermitteln bzw. zu lösen!

Prüfen Sie eine Totale-Website-Bannung

Wenn Sie Black-SEO-Techniken verwendet haben,  kann Ihre Website von Google verboten bzw. deindiziert werden. Im Internet gibt es ein kostenloses SEO-Tool namens "Google Ban Checker", mit dem Sie prüfen können, ob eine oder mehrere Websites von Google gebannt wurden. Bitte beachten Sie, daß die Ergebnisse des kostenlosen Tools unter Umständen nicht immer ganz richtig bzw. zuverlässig sind!

Google-Penalty - Recovery-Strategie

Die Wiederherstellung einer Webseite nach einer Google-Strafe impliziert normalerweise die Beseitigung der Ursache des Problems. Anschließend wartet man dann auf Google, bis alle Sanktionen oder SERPS Filter wieder entfernt werden. Um ein Google Ranking wiederherzustellen, dauert es etwa 2-3 Monate nachdem alle Website-Probleme behoben sind.

Der Google-Algorithmus kann Sanktionen automatisch entfernen, wenn die betroffene Website noch indiziert ist. Wenn Ihre Website von Google deindiziert wurde und Page Rank verloren hat, dann müssen Sie eine Google-Reintegration-Anfrage machen. Wenn der Grund für die Strafe klar ist, hilft es Einzelheiten über Änderungen anzugeben, die Sie vorgenommen haben, um die Verstöße gegen die Google Richtlinien zu korrigieren.

Bevor Sie jedoch übereifrig loslegen, informieren Sie sich immer vorher in einem SEO-Forum (z.B. bei Abakus), ob Google mal wieder den Algorithmus geändert hat. Checken Sie ebenfalls auch Ihre Link-Building-Strategien, ob sich hier nicht vielleicht "versehentlich" Black-SEO-Techniken verbergen.

Google Reintegration anfordern

Wenn Ihre Website deindiziert wurde aufgrund eines Google-Penaltys, beheben Sie das Problem und stellen dann eine Anfrage auf "Wiederaufnahme", indem Sie eine "Google-Anfrage zur Wiederaufnahme" abschicken.

Viel Erfolg beim Erkennen und Beheben Ihrer Probleme!

Publikationen und Empfehlungen
von Tony Kühn

Empfehlungen zu diesem Thema

Gesamtstatistik der Bewertungen

5 Sterne
Wert 4.5
Thema: 4.8 Information: 4.6 Verständlichkeit: 4.2
Stimmen: 5 Legende:
5: super - bis 1: erträglich
Views: 8631
Auf Social Networks posten:

Beiträge

Keine Beiträge vorhanden.