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Wer einen DSL-Anschluß bekommt, erhofft sich natürlich blitzschnell im Internet surfen zu können. Doch leider werden die versprochenen Übertragungsraten vom Provider in Reallife nur selten erreicht.
In diesem Artikel haben wir nützliche Informationen zusammengestellt, die Sie über das Surfen mit DSL wissen sollten.
Zudem geben wir einige Tipps zu häufigen Bedienungsfehlern von Kunden, die ebenfalls zu einer niedrigen DSL-Geschwindigkeit führen können. Mit diesem Know-How sollte es Ihnen möglich sein, Ihre DSL-Geschwindigkeit zu testen und zu optimieren.
Was Sie über DSL wissen sollten - Downstream und Upstream
Wenn Ihnen ein DSL-Anbieter einen Anschluß mit "bis zu 16 Megabit pro Sekunde" verspricht, ist dies ein Wert, der für den sogenannten "Downstream" steht. Mit "Downstream" ist die Datenübertragung vom Internet zu Ihrem Rechner gemeint, was beispielsweise der Fall ist, wenn Sie Dateien aus dem Internet herunterladen.
Viele Anwender verwechseln "Downstream" mit "Upstream", denn "Upstream" meint die Geschwindigkeit, mit der Ihr Rechner Dateien ins Internet hochlädt! Die Geschwindigkeit für den "Upstream" ist oft bedeutend kleiner und liegt etwa bei 1 MBit/s bei einer 16 000der Leitung.
Bevor Sie sich also bei Ihrem Provider über die "niedrige Geschwindigkeit" Ihres DSL-Anschlusses beschweren, sollten Sie zwischen diesen beiden Werten unterscheiden können. Falls die Meßwerte in den oben genannten Rahmen liegen, ist mit dem Anschluß alles in Ordnung.
Wie Sie die Upstream bzw. Downstream-Geschwindigkeit Ihres DSL-Anschlusses testen können, haben wir in unserem Tipp "DSL Verbindung: Up- und Download-Geschwindigkeit testen" beschrieben.
Defekte Geräte führen zu Geschwindigkeitseinbußen
Manchmal liegt die Geschwindigkeitseinbuße auch an defekten Geräten des Kunden. Ein typisches Beispiel dafür ist ein defekter oder veralteter Splitter, der die Daten von und zum Internet nur mangelhaft überträgt. Als Splitter bezeichnet man das Gerät, welches die Gesprächs- von den Internetdaten trennt. Dieser läßt sich schnell und kostengünstig austauschen.
WLAN versus Kabelgeschwindigkeit
Manchmal liegt eine gedrosselte Geschwindigkeit vor, wenn die Übertragung aus dem WLAN mangelhaft ist. Beispielsweise dann, wenn sich Kanäle überlagern oder die Signalstärke nicht optimal ist. Hier eignet sich ein Test mit dem Ethernet-Kabel.
Stöpseln Sie einfach ein Ethernet-Kabel an Ihren Rechner. Läuft so der Downstream wesentlich schneller, dann wissen Sie, daß der Anschluß in Ordnung ist. In diesem Fall müssen Sie sich das WLAN genauer ansehen und überlegen, was dort zu optimieren ist.
Einen Tipp hierzu haben wir ebenfalls bereits auf Philognosie veröffentlicht "WLAN: Geschwindigkeit der Datenübertragung steigern / optimieren". Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie mit mehreren Routern die Kanäle so aufeinander abstimmen, daß sich die Sendefrequenzen nicht gegenseitig stören. Gerade in Mehrfamilienhäusern, in denen mehrere Parteien WLAN-Netze benutzen, kann es zu solchen Störungen kommen.
Ein anderes Problem kann die mangelhafte Signalstärke des Routers sein. Die Signalstärke bekommen Sie leicht heraus, wenn Sie in der Taskleiste mit der Maus auf das WLAN-Symbol fahren. Wenn folgende Anzeige (siehe Abbildung links) erscheint, ist die WLAN Verbindung in Ordnung.
Ist die Empfangsqualität jedoch mangelhaft, sollte man mit der Antenneneinstellung des Routers experimentieren. Hier kann man oft schon viel verbessern, wenn die Antenne besser ausrichtet wird.
Ein anderes Problem ist oft der Standort des Routers, d.h. wenn er direkt neben der Basisstation eines schnurlosen Telefons steht. Hier können sich die beiden Funksignale stören und zu Geschwindigkeitseinbußen führen. Stellen Sie die beiden Geräte einfach ein wenig weiter auseinander und beobachten Sie, ob sich dadurch die Empfangsqualität (siehe Abbildung) verbessert.
Probleme mit Win XP - Service Pack 2
Wenn Sie Windows XP mit dem Service Pack 2 benutzen, können hier die Voreinstellungen des Betriebssystems die Geschwindigkeit bremsen. Die Voreinstellungen unterstützen nämlich nur eine DSL-Geschwindigkeit von 6 MBit/s.
Diese Voreinstellung läßt sich mit einem kostenlosen Tool namens Dr. TCP verändern. Sie können es hier - Download Dr. TCP - herunterladen. So läßt sich auch mit Windows XP die optimale DSL-Geschwindigkeit nutzen.
Einstellungen und Pflege des Routers
Achten Sie hier darauf, daß die Software immer auf dem neuesten Stand ist. Diese sogenannte "Firmware" des Routers läßt sich normalerweise über den Explorer - Einstellungsmaske/ IP des Routers - leicht anwählen bzw. herunterladen.
Manche Experten raten zudem den sogenannten MTU-Wert des Routers herunterzusetzen.
Das Kürzel "MTU" steht für "Maximum Transmission Unit" und bezeichnet die maximale Größe der im Netzwerk verschickten Datenpakete. Hier wird der Wert von 1492 empfohlen.
Falls sich der Wert nicht über den Router justieren läßt, kann hier ebenfalls das Programm "Dr. TCP" weiterhelfen.
Wenn Ihr WLAN ein 5-GHz-Frequenzband unterstützt, sollten Sie es auch benutzen. Wer hier nur über das 2,4-Gigahertz (GHz) Frequenzband funkt, verschenkt unnötig Geschwindigkeit.
Außerdem sollten Sie sicherstellen, daß der Router ADSL2+ unterstützt. Mit diesem Standard kann man sichergehen, daß die DSL-Geschwindigkeit von 16 MBit/s genutzt werden kann. Vor allem jene, die schon länger DSL haben und noch einen älteren Router besitzen, kontrollieren oft nicht, ob das alte Gerät mit diesem Standard kompatibel ist. Denn veraltete Router unterstützen leider nicht immer die maximal verfügbare DSL-Geschwindigkeit.
Damit sind wir mit unseren Tipps zur Optimierung Ihres DSL-Anschlußes am Ende. Wir hoffen es waren einige Anregungen dabei, die Ihnen helfen werden, die Geschwindigkeit Ihrer DSL-Verbindung zu optimieren.
Viel Erfolg beim Optimieren Ihres DSL-Anschlußes!
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Thema: 4.8 | Information: 4 | Verständlichkeit: 4.3 |
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