Traumarbeit mit dem kostenlosen Traumtagebuch

09.06.2008
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Bewertung 4.1
Christine Schremmer
www.SL-Urlaubsplaner.de
  

TräumenWer intensiver mit seinen Träumen arbeiten will, braucht ein wenig Rüstzeug, um die eigenen Träume zu erinnern und auszuwerten. Die meisten Träumer nutzen dazu ein handschriftliches Traumtagebuch, um ihre Träume festzuhalten.

Wer lieber am Computer arbeitet, wird jedoch eher nach einer elektronischen Form eines Traumtagebuchs suchen. In diesem Artikel wollen wir Ihnen ein kostenloses, elektronisches Traumtagebuch vorstellen, was für diese Zwecke geeignet ist. Sie finden es am Ende des Artikels.

Doch beginnen wir mit einigen Hintergrund-Infos, um das Thema "Traumarbeit" besser zu verstehen..

Warum träumen wir?

Träume dienen der Erweiterung des Bewusstseins. Sie ermöglichen den Zugang zum Unbewussten, dem kollektiven Überbewusstsein und zu vermutlich noch ganz anderen Dimensionen. Botschaften an uns werden in Bildern und Filmen auf unserem inneren Bildschirm abgespielt.

Der große Schweizer Seelenarzt, Carl Gustav Jung, stellte nach langer Forschungsarbeit vor rund 80 Jahren fest, dass die Seele eine größtmögliche Bewusstheit und Vervollständigung der eigenen Persönlichkeit - der Selbstverwirklichung nach den innersten Mustern - anstrebt. Wir befinden uns, so C.G. Jung, in einem ständigen seelischen Entwicklungs- und Reifeprozess.

In der ersten Lebenshälfte ist der Mensch stark "Ich-konzentriert". Er strebt nach materieller Sicherung und starker äußerer Stellung in seiner Umwelt.

In der zweiten Lebenshälfte sind ihm geistige, religiöse, ethische und kulturelle Werte wichtiger. Das Streben nach ewiger Jugend und die Überbewertung des Materiellen, d.h. die Beibehaltung der Muster aus der ersten Lebenshälfte, widersprechen daher seiner innersten Natur, seinem ureigensten Lebensmuster - der Psyche. Viele leiden beim Älterwerden - "Midlife Crisis" - an den Zwängen, denen sie sich selbst aussetzen, um an alten Mustern festzuhalten.

Träume informieren

Oft sich wiederholende und bedrohliche Trauminhalte weisen auf Fehlorientierungen hin. Das Unterbewusstsein versucht zu warnen. Besonders der letzte Traumabschnitt enthält in der Regel die Lösung. Träume können daher Wege aus Lebenskrisen zur Neuorientierung aufzeigen. Wird permanent gegen diese innerste Bestimmung gelebt, führt das zu seelischen Belastungen, was sich in psychosomatischen Störungen, Depressionen und schweren Krankheiten ausdrücken kann.

Denken wir daher einfach ein bisschen mehr an uns selbst, an das, was uns wirklich gut tut. So kann es vielen Menschen gut tun, auf ihre innere Stimme, ihr Bauchgefühl und ihre Träume zu hören.

Damit kein Irrtum entsteht - wir sind soziale Wesen. Bei aller Selbstverwirklichung sind wir gut beraten, wenn andere Menschen dabei nicht geschädigt werden. Auch sollte verantwortungsvoll und tolerant mit allem Leben umgegangen werden. Denn, was wir säen, werden wir auch ernten – Träume sind Botschafter unserer Lebensbilanz.

So spricht der Volksmund: "Vor einer wichtigen Entscheidung lieber noch mal eine Nacht drüber schlafen". Oder auch: "Der Morgen ist klüger als der Abend."

Traumgeschichte - kurzer Einblick

  • Inka TraumCa. 2600 v. Chr. - Mit dem Gilgamesch-Epos in Babylon besteht der vermutlich erste Nachweis für die Traum-Wissenschaft. König Gilgamesch empfängt die Traumbotschaft der Götter (Suche das Ewige Leben!...), folgt dieser und kann sich nach vielen schweren Prüfungen zum fürsorglichen Herrscher des Volkes von Ur (Sumer) entwickeln…
  • 2.052-1.778 v. Chr. - Entstehung des HIERATISCHEN TRAUMBUCHES, z. Zt. des mittleren Reiches der Ägypter, am Ende der 5. Dynastie. Im HIERATISCHEM PAPYRUS ist das Gespräch eines gebildeten, lebensmüden Ägypters mit seinem UNBEWUSSTEN festgehalten. Das ist eine der ersten exakten Verbindungen zum heute verstandenen Begriff der SEELE, oder dem Über-Ich im Sinne Freuds.
  • Rund 1270 v. Chr. - im Alten Ägypten deutet Joseph den Traum des Pharaos von den 7 fetten und den 7 dürren Kühen und verhindert so eine Hungersnot, siehe 1.Buch Mose, Kap.41.17-24.
  • 605-562 v. Chr. - Traum von NEBUKADNEZAR II. Der größte babylonische Herrscher ließ einen Angsttraum durch Daniel (Belsazar) deuten. Der König befolgt die Deutung und lebte für längere Zeit in größter Einfachheit fern vom Hofe in der Wildnis, bis er dann von gesteigerter Selbstüberschätzung geheilt seinen Thron wieder bestieg.
  • 460 bis 377 v. Chr. - HIPPOKRATES gründete in Epidaurus die erste Traumklinik. Diese wurde benannt nach dem griechischen Heilgott Asklepios. Sehr erfolgreich wurden psychosomatische Leiden geheilt. Hier mussten Patienten ihre Träume aufschreiben bzw. notieren lassen.
  • 1180-1226 - Franz von Assisi, der Wanderprediger, ist mit 12 Gefährten auf dem Weg nach Rom zu Papst Innocenz III. Dieser sah kurz vor seiner Ankunft in einem bedrohlichen Traum den Einsturz der christlichen Kirche. Nur ein Mann, einfach wie ein Bauer gekleidet, kann dies verhindern – unmittelbar darauf erscheint Assisi. Der Papst lässt sich vom humanen und friedlichen Gedankengut des Gottesdieners überzeugen und wird ein Förderer des Franziskaner Ordens.

Botschaften und Entdeckungen durch Träume

Bekannt ist, dass sich viele Naturwissenschaftler und Nobelpreisträger intensiv mit ihren Träumen befasst haben und nützliche Informationen und schöpferische Eingebungen gewinnen konnten. Hier einige Beispiele:

  • Niels Bohr, der Entdecker des Atommodells – er hat im Traum Atom und Elektronen gesehen
  • Kekulé – ihm erschien im Traum die für die Chemie wichtige Benzolringverbindung
  • Einsteins Relativitätstheorie – „… die Lösung kam über Nacht …“
  • Giuseppe Tartini (Violinist und Komponist) - sein berühmtestes Werk ist die Teufelssonate. Im Traum spielte der Teufel auf der Violine eine wunderschöne Melodie. Tartini versuchte sofort nach dem Erwachen diese Musik nachzuspielen.
  • Paul McCartney von den Beatles - träumte den Erfolgssong YESTERDAY
  • u.v.a.m.

H. Hesse spricht in seinem Buch: "Narziß und Goldmund" über einen begnadeten Bildschnitzer von Urbildern, die in der Seele des Künstlers wohnen - im schöpferischen Geist. Diese Metapher lässt sich leicht auf die Arbeit von kreativen Menschen übertragen.

Tagebuch führen

Träume sollten deshalb so oft wie möglich notiert werden, damit ihre wertvollen Botschaften nicht verloren gehen. Legen Sie einfach Papier und Bleistift neben das Bett und schreiben Sie gleich nach dem Erwachen stichpunktartig das Wichtigste auf. In der Aufwachphase besteht oft noch eine Verbindung vom Traumbewusstsein zum Bewusstsein, welche sich jedoch schnell wieder verflüchtigt.

Am besten Sie schreiben mit geschlossenen Augen und wenigen Körperbewegungen das Wesentliche stichpunktartig auf und übernehmen es später ins Traumtagebuch. Je nach Traumkategorie wird der Traum farbig als Termineintrag markiert. Die Farben sollten Sie zur besseren Übersicht entsprechend nach positivem oder negativem Trauminhalt wählen. In der folgenden Abbildung können Sie einen ersten Eindruck des Traumtagebuchs gewinnen.

Traumtagebuch 2009

  • T3, 06.02.09: Bootsfahrt zu dritt auf der drüben Elbe endete, nachdem wir ein Wehr 3m hinunterstürzten, überraschend positiv …
  • T4, 12.02.09: Zugfahrt – im Zugabteil saß mir meine Oma gegenüber (diese ist aber schon über
    20 Jahre tot). Sie hatte ihre helle leicht gestreifte Schürze an und ich bewunderte ihr ordentlich gestecktes weißes Haar. Ich fühlte mich wohl.
    Es waren noch mehrere Leute im Abteil mit denen ich eine leichte Unterhaltung führte …

Wo kann ich das Traumtagebuch herunterladen?

Die voll funktionsfähige Software kann hier kostenlos heruntergeladen werden: SL - Urlaubsplaner . Es handelt sich zwar ursprünglich um einen Urlaubsplaner, aber Sie können ihn auch hervorragend als Tagebuch oder Traumtagebuch verwenden.

Weitere Anregungen zur Traumarbeit finden Sie auf Philognosie hier: "Träume entdecken".

Viel Spaß beim Träumen!

Träume entdecken
von Petra Sütterlin

Träume entdecken: Anleitung für Traumpiloten.
Auch als ebook erhältlich.

Immer wenn wir träumen, begeben wir uns auf die Reise in eine geheimnisvolle Welt voller Spannung und Abenteuer.
Nach einer Einführung in das Thema erfahren Sie was es heißt, kreativ zu träumen. Es folgen Methodentips, wie Sie sich besser an Ihre Träume erinnern und diese planen können. Wie Sie Traumfreunde finden und was luzides Träumen bedeutet. Mit luziden Träumen kommen Sie in einen engen Kontakt mit Ihrem Unbewußten und Ihren inneren Kraftquellen.

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Beiträge

Traumtagebuch Robert Biedenkamp 20.03.2010 18:38
Das in diesem Artikel vorgestellte Programm ist eine schöne Form, die eigenen Träume zu dokumentieren. Durch verschiedene Farben lässt sich dabei die "Qualität" der Träume übersichtlich anzeigen - ich kann die Software nur wärmstens weiterempfehlen!