Worauf sollten wir bei der Ernährung für ein gesundes Herz achten?
Jetzt kommen wir zu dem Punkt: Was wir mit guter Ernährung für unser Herz tun können, damit es seine tägliche Arbeit gut verrichten kann.
Reduzieren Sie die Gesamtfettzufuhr und verwenden Sie gutes Fett, d.h. ...:
Auswahl der Fette
Bevorzugen Sie pflanzliche Fette, anstatt Streichfette oder Margarine. Gut geeignet sind Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Rapsöl (Rapsöl ist cholesterinfrei).
Ballaststoffreiche Ernährung
Dadurch wird Cholesterin direkt im Darm gebunden und ausgeschieden.
Mehr kaliumreiche Lebensmittel wählen
Das Gleichgewicht von Natrium und Kalium ist für das Herz wichtig. Kalium öffnet die Herzen und lässt Freude hinein. Es sorgt für einen stabilen Kreislauf und ist für eine gesunde Herzmuskelfunktion wichtig. Es kann helfen, den Blutdruck zu stabilisieren und beugt einer Verfettung des Herzens vor. Kaliumreich ist Obst und Gemüse.
Magnesium hat einen Einfluss auf den Kaliumspiegel in der Zelle
Es wird zur Vorbeugung sowie zur Nachsorge bei Herzinfarkt und Angina pectoris eingesetzt. Magnesium ist enthalten in: Kürbiskernen, Sonnenblumenöl, Kakao, Nüssen, Hülsenfrüchten, Aprikosen, vor allem in Vollgetreide wie Roggen und Hafer, Bierhefe, Algen, Bananen, Datteln, Kartoffeln, grünes Blattgemüse, Avocado und Petersilie.
Welche Rolle spielen Vitamine für das Herz?
(Anmerkung: Neben den Vitaminen werde ich auch noch auf die Wirkung einiger anderer Substanzen eingehen.)
Die richtigen Fettsäuren sind wichtig für eine gesunde Herzmuskelfunktion. Sie beugen Gefäßschäden vor, helfen erhöhte Blutfettwerte abzubauen und können so helfen hohem Blutdruck vorzubeugen. Essen Sie regelmäßig Fisch oder nehmen Sie jeden Tag einen Löffel Lebertran zu sich.
Bringen Sie Bewegung in Ihren Alltag. Wenn Sie völlig unsportlich sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit einer Sportart beginnen. Suchen Sie sich etwas, was Ihnen Spaß bringt. Sie sollten mindestens 2-mal die Woche für eine halbe Stunde Sport treiben (das hilft auch Übergewicht abzubauen). Sport hat eine äußerst positive Auswirkung auf die Cholesterinbilanz. Durch sportliche Betätigung wird weniger Cholesterin gebildet. LDL kann besser in den Gewebszellen aufgenommen werden und das HDL wird vermehrt zur Verfügung gestellt.
Stressabbau dürfte für viele leichter gesagt als getan sein. Man kann nicht immer seine Lebensumstände ändern, aber vielleicht die Einstellung dazu. Zum Beispiel wird Tai Chi in vielen Volkshochschulen angeboten. Solche harmonisierenden Bewegungslehren wirken ausgleichend auf die Psyche und bauen Stress ab. Oder darf es vielleicht ein neues Hobby sein, was entspannt und Spaß bringt? Suchen Sie sich etwas, was Ihnen Freude macht.
Soweit zu einem ersten Überblick. In jeder Buchhandlung erhalten Sie kleine Pocketbücher unter 10,-- Euro über Vitamine, Mineralien und in welchen Lebensmitteln sie enthalten sind. Nehmen Sie keine Nahrungsergänzungsmittel, von denen Ihr Arzt nicht in Kenntnis gesetzt ist und lassen Sie sich kompetent beraten, wenn Sie welche einnehmen wollen.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie gesund bleiben!
Renate Reimer - Ernährungstherapeutin
Wert 4.5 |
Thema: 4.5 | Information: 4.5 | Verständlichkeit: 4.5 |
| Stimmen: 2 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
||
| Views: 16005 | |||
| Bluthochdruck: Selbstbehandlung am sinnvollsten | Richard Friedel | 29.05.2007 10:03 |
| Sehr geehrte Frau Reimer,
ich habe mich lange Zeit für die Hypertonie interessiert und bei der Lektüre Ihrer Philognosie-Seite fiel mir folgendes auf. 1) Bei der Anwendung des Resperate-Atemtrainers ist eine Senkung des unteren Druckwerts um 9 Punkte möglich, weil die Atemfrequenz gesenkt wird. Man soll dem Erfinder (Benjamin Gavish) dankbar sein, weil er durch Forschung diese Wirkung dokumentiert, d. h. für Schulmediziner glaubhafte gemacht hat. Wegen dem hohen Preis des Geräts würden aber die meisten betroffenen Qigongübungen den Vorzug geben, um die Atemfrequenz unter 10 in der Minute zu senken. 2) Bei Taichi, das Sie empfehlen, und Qigong wird die echte Wirkung - das Wecken des Qi - normalerweise hier in Europa verfehlt. Es wird zu wenig Gewicht auf das "daoistische" (in der Medizinersprache "paradoxe") Atmen gelegt, weil für Viele gesundes Atmen Bauch- oder Zwerchfellatmen bedeutet. Wie mir ein bekannter chinesischer Spezialist mit MD in der Theatinerstr. bestätigen konnte, machen seine Landsleute diese Übungen mit "kosmischer Energie" (d. h. qi, chi, ki bzw. prana). Die kosmische Energie ist zigmal im Westen (siehe z. B. "Hara, Erdmitte des Menschen" von Dürckheim) verbal beschreiben aber, so meine Überzeugung, nicht wirklich effektiv vermittelt worden. Monate des täglichen Übens mit dem Video von Qiigshan Liu habe ich ohne qi absolviert. Das qi (prana) kam erst nach Bhastrikapraxis (einstündiges Internetvideo mit Ramdev) mit deutlicher Betonung der Atmung nach oben und nicht nach unten in den Bauch hinein. Die Bauchatmung beruhigt zwar, das echte und überaus köstliche Gefühl der fließenden Energie kommt jedoch so nicht. 3) Nach neuerer Forschung soll ausgerechnet Nitrat für die herzschützende Wirkung von Blattgemüse verantwortlich sein! (Googlesuche mit Wörtern Cardioprotective effect vegetables nitrate Feelisch). 4) Ärztliche Betreuung braucht jeder mit Bluthochdruck, aber muß diese Vorsorge auch "Einstellung" mit Medis wirklich bedeuten? In der modernen Gesellschaft wird so viel an Disziplin verlangt, daß die Bereitschaft zur notwendigen Bekämpfung des inneren Schweinehundes für das Sporteln (z. B. täglich 20 Minuten Cardiofitness), Qigong od. dergl. überall potentiell vorhanden ist. Also besser wäre es, mit einem vergammelten Auto zu fahren und genug zu sporteln als letzteres zu vernachlässigen. Mit dem besten Dank für Ihren Beitrag, Richard Friedel, Starnberg |
||
Suchbegriff eingeben