Nehmen Sie sich für eine Woche lang vor, mindestens zweimal täglich laut zu sich selbst zu sagen: „Ja, so bin ich im Moment.“ Empfehlenswerte Momente sind:
Zweck der Übung ist es, dass Sie eine Instanz in sich ausbilden, die so, wie eine ideale Mutter ihr Baby, jenseits von Kritik und ‚Herunter machen’, einfach Ihr Dasein und Ihr Sosein bejaht. Bedingungslose Liebe also. „Gute“ beste Freundinnen sind auch so: Sie sagen nicht: „Wie konntest Du nur einen solchen Bockmist bauen“, sondern „Da hast Du Dich bestimmt ganz scheußlich gefühlt.“
Sie urteilen nicht, sie beschämen nicht, sie bestrafen nicht. Sie vertrauen darauf, dass, Sie Ihr eigenes Verständnis entwickeln und damit auch eine Entwicklung "zum Guten" bei Ihnen stattfinden kann.
Das heißt nicht, dass Sie sich auf Ihren Fehlern ausruhen sollten. Aber eine solche Instanz in sich zu haben, eine ideale Mutter oder eine „gute“ beste Freundin oder einen besten Kumpel, die oder der zunächst einmal einfach nur bejaht, dass Sie zur Zeit so sind, ist die absolute Voraussetzung für natürliche und fruchtbare Entwicklungen. Denn unter Druck sind Sie so geworden. Und noch mehr Druck, den Sie sich selbst machen, hat bisher nicht zu mehr Lebenszufriedenheit geführt, nicht wahr?
Marshall Rosenberg hat den Satz geprägt: Menschen sind nicht – Menschen werden.
Schaffen Sie also die Voraussetzung dafür, dass Sie werden können!
Und nun stellen Sie sich vor, Sie wären der Gärtner, der diesen Garten liebt und hegt und pflegt.Wenn Ihnen das Leben zu viel wird, ziehen Sie sich hierhin zurück und tanken Kraft, spüren die Lebendigkeit, die Ruhe und den Schutz vor dem hektischen Alltagsgetriebe. Und als Gärtner kümmern Sie sich liebevoll und in dem Tempo, das Ihnen wohl tut, um Ihren Garten: Versuchen Sie zu spüren, was den Pflanzen und Tieren, die die Bereiche bevölkern, gut tut.
Ein Beispiel: Andere richten darüber, wie schön ich bin
Sie finden heraus, dass in Ihrem Lebensbereich: Aussehen, Figur, Outfit zu viele andere Menschen herum trampeln. Vielleicht finden irgendwelche Menschen, dass Sie zu dick oder zu flachbrüstig, zu groß oder zu klein, etc. sind. Sie alle gehören hinausgeworfen aus Ihrem inneren Garten.
Finden Sie die Stellen, wo Ihr Zaun Lücken hat („Die hat mich so komisch angeschaut“ oder „Mama bestand immer darauf, dass ich ein adrettes Kleidchen an hatte“) und schließen Sie die Lücken rigoros.
Aussehen, Figur und Outfit sind in erster Linie Ihr Selbstausdruck und dienen Ihrem Leben, indem sie Spaß machen und Befriedigung bieten. Und wenn Sie daran etwas ändern möchten, dann sollte die Änderung IHNEN entsprechen, und nicht irgendwelchen Menschen, denen Sie Macht über sich einräumen, nicht wahr?
Noch ein Beispiel: Der Familienbereich ist zu trocken
Es kann sein, dass Sie, wenn Sie so als Gärtner durch Ihren Lebensgarten schlendern, bemerken, dass der Bereich: Familiäre Situation viel zu trocken ist, ja, er verdorrt schon fast. Untersuchen Sie das näher! Geht jeder in der Familie eigene Wege? Gibt es wenig Anteilnahme an den anderen? Haben alle zu wenig Zeit? Herrscht die große Sprachlosigkeit?
Überlegen Sie als Gärtner, wie Sie mehr erfrischendes Wasser hinein leiten können. Vielleicht fragen Sie einfach mal ganz interessiert, wie es den anderen eigentlich so geht. Nehmen Sie sich richtig Zeit zuzuhören? Welche Vorschläge haben Sie, wie Sie und die anderen Familienmitglieder (zunächst ein wenig) Zeit auf ganz angenehme Weise miteinander verbringen können? Überschwemmen Sie den Boden nicht gleich, er muss erst aufweichen, damit er das Gießwasser aufnehmen kann!
Ich hoffe, die innere Haltung als Gärtner, der sich hingebungsvoll um Ihren Lebensgarten kümmert, hilft Ihnen, liebevoll, klar-sichtig, kreativ und aktiv verbessernd mit sich selbst umzugehen.
Denn das hat jeder Garten und jedes lebendige Wesen verdient – auch Sie!
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Thema: 4 | Information: 4.1 | Verständlichkeit: 4 |
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