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PC Hitze-Kollaps: Überhitzung des Computers verhindern (7 Tips)

04.07.2006
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Bewertung 4.4
Tony Kühn
www.philognosie.net

Wenn sich in heißen Sommermonaten die Temperaturen nahe der 30°C Grenze bewegen, kann es auch für Ihren PC im Wohnzimmer oder Büro leicht zu heiß werden. In diesem Artikel habe ich einige Punkte zusammengestellt, auf die Sie achten können, damit Ihr System nicht überhitzt. Manchmal können scheinbar unwichtige Einflußfaktoren die Ableitung der Hitze der PC-Bauteile be- oder verhindern, so daß bei höheren Temperaturen der Hitze-Kollaps droht.

Ich werde im weiteren einige Einflußfaktoren aufzählen, so daß Sie selbst prüfen können, ob Ihr PC optimal auf die heißen Sommermonate vorbereitet ist.

Verstaubtes Mainboard1. Überhitzung durch verstaubte Bauteile / Lüftungsschlitze

Einer der häufigsten Gründe dafür, daß PCs überhitzen, ist die mangelnde Pflege von Lüftungsschlitzen, Lüftern und Kühlköpfen im Inneren des PCs. Wenn Sie Ihren PC regelmäßig betreiben, sammeln sich mit der Zeit eine Menge Staubpartikel im Inneren des PCs an. Normalerweise empfehle ich Computerbesitzern mindestens alle 6 bis 8 Monate eine "Generalreinigung" des Gehäuses und der Bauteile vorzunehmen. Selbst in sehr sauberen Räumen ist die Verschmutzung durch Staub nach der besagten Zeit so stark, daß die Kühlleistung rapide abgesunken ist.

Aber keine Sorge - den eigenen PC von Staub zu befreien ist selbst für Anfänger kein großes Problem. Hierzu müssen Sie den PC nur komplett abstöpseln - also alle Anschlüsse manuell abstecken - und das Seitenteil mit einem kleinen Schraubenzieher öffnen. Ich benutze zur Reinigung meist einen gewöhnlichen Staubsauger und einen kleinen Pinsel. Mit dem kleinen Pinsel entferne ich mechanisch die Staubteilchen, die sich im Inneren des PCs (an den Lüftern und Lüftungsschlitzen) angesammelt haben, während ich gleichzeitig vorsichtig mit dem Staubsauger die losen Staubteilchen absauge.

Manchmal muß man die Lüfter abnehmen, um an die verstaubten Kühlkörper der CPU und der Graphikkarte zu gelangen. Leicht übersehen wird meist der Lüfter bzw. das Innere des Netzteils, da es separat in einem kleinen Metallkästchen untergebracht ist, d.h. das Innere nur eingesehen werden kann, wenn man das Netzteil ebenfalls ausbaut bzw. öffnet. Eigentlich ist das nicht schwer - aber Sie müssen selbst entscheiden, ob Sie sich zutrauen das Netzteil selbst zu säubern. Wenn nicht, fragen Sie einen Freund, der sich mit Computern auskennt oder lassen Sie es von einem Fachmann erledigen.

2. Überhitzung durch schlecht verlegte Kabel

BreitbandkabelIm Inneren des PCs befinden sich sogenannte "Breitbandkabel" (siehe Bild), welche die Festplatten und das CD/ DVD-Laufwerk mit dem Motherboard verbinden. Sind diese Kabel schlecht verlegt - verdecken z.B. einen Lüfter oder einen Lüftungsschlitz - so kann sich damit die Kühlleistung ebenfalls drastisch absenken. Abhilfe kann hier ein einfaches Isolierband schaffen, indem man die Kabel mit dem Isolierband so befestigt, daß Lüfter oder Lüftungsschlitze frei liegen. Um die Verkabelung zu prüfen müssen Sie den PC ebenfalls - wie oben beschrieben - öffnen.

3. Überhitze Festplatten durch falsche Montage ...

FestplatteAuch Festplatten können eine enorme Hitze entwickeln. Wenn Sie mehrere Festplatten (siehe Bild) in Ihrem Computer eingebaut haben, können Sie einer Überhitzung vorbeugen, indem Sie einen Abstand zwischen den einzelnen Platten lassen. Meist ist der Festplattenkäfig so geräumig, daß man die Festplatten nicht direkt übereinander stapeln muß, was einen Hitzestau auslösen kann. Montieren Sie die Festplatten lieber mit einem möglichst großen Abstand voneinander, so daß die entstehende Wärme mehr Platz hat, zu entweichen.

Falls der Abstand zwischen den Festplatten für die Kühlung nicht ausreichen sollte, kann man sich zusätzlich Festplattenkühler besorgen, die zusätzlich für eine Umluft zwischen den Festplatten sorgen. Er wird zwischen die Festplatten - in den Festplattenkäfig - montiert.

4. Überhitze Graphikkarte ...

passive KühlungManch ältere, luftgekühlte Graphikkarten erzeugen eine Menge Abwärme. Steigt die Temperatur im Sommer zu hoch an, schaltet sich der Computer automatisch ab, um die Graphikkarte vor einer Überhitzung zu schützen. Hier kann man sich von einem Fachmann beraten lassen, ob es für das Modell der Graphikkarte einen effektiveren Lüfter gibt. Eine andere Möglichkeit ist, sich eine neue Graphikkarte mit sogenannter "Passivkühlung" zu kaufen. Passiv gekühlte Graphikkarten (siehe Bild) erzeugen wesentlich weniger Abwärme als Luftgekühlte (mit Lüfter) - hier reicht ein einfacher Kühlkörper ohne Lüfter aus, um die Temperatur des Chips konstant zu halten. Da gute passiv gekühlte Graphikkarten mittlerweile schon sehr günstig zu haben sind, kann sich eine Umrüstung lohnen. Ein weiterer Vorteil von passiv gekühlten Graphikkarten ist, daß sie keinerlei Geräusche mehr produzieren. Falls Sie also Wert auf einen leisen PC legen, haben Sie mit einer passiv gekühlten Graphikkarte gleich mehrere Vorteile in Einem.

5. Überhitzung durch schlechten Standort des PCs ...

Beachten Sie schon bei der Wahl des Standorts des PCs, daß die Lüftungsschlitze an Vorder- und Rückseite nicht verdeckt werden bzw. eine gute Luftzirkulation möglich ist. Achten Sie auf einen genügenden Abstand des PCs zur Wand bzw. darauf, daß keine Textilien (z.B. Vorhänge), Zeitungen, Bücher etc. die hinteren (bzw. vorderen) Lüftungsschlitze verdecken. Stellen Sie Ihren PC so auf, daß eine optimale Zirkulation zwischen der Raumluft und dem Inneren des PCs gegeben ist. Bedenken Sie einfach: alles was die freie Lufzirkulation behindert, kann bei besonders heißen Sommertagen zu Problemen führen.

6. Überhitzung des PCs durch falsch montierte Dämm-Matten

Da mittlerweile viele User Wert auf einen leisen PC legen, haben die Montage von Dämm-Matte Hochkonjunktur. Wer solche Dämm-Matten selbst montiert, sollte unbedingt darauf achten, daß er damit keine Lüftungsschlitze verschließt bzw. die Luftzirkulation im Inneren des PCs behindert.

7. Verbesserte Luftzirkulation durch einen zusätzlichen Gehäuselüfter ...

Falls die Luftzirkulation zwischen PC und Raumluft immer noch nicht ausreichend sein sollte, kann man sich einen zusätzlichen Gehäuselüfter an die hinteren Lüftungsschlitze montieren. Damit kann die Luftzirkulation enorm verbessert werden. Leider hat es meist den unliebsamen Nebeneffekt, daß damit der PC auch lauter wird. Zusätzliche Lüfter - also Gehäuse oder Festplattenlüfter - würde ich nur empfehlen, wenn eine ausreichende Kühlung mit den bisher beschriebenen Methoden nicht gewährleistet werden kann. Immerhin ist der zusätzliche Geräuschpegel ein Streßfaktor beim Arbeiten mit dem PC.

Wenn Sie alle Tips beachten, sollten Sie mit Ihrem PC auch künftig für die heißen Sommermonate gut gerüstet sein!

Viel Spaß beim Arbeiten am Computer!

Weiterführende Literatur zu diesem Thema

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