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Frauen, die sich dem Orientalischen Tanz widmen, tun dies aus einem oft unbewussten 'Unbehagen an der Kultur' heraus, das sich in sexuellen Problemen äußert, die sich in ihren Partnerschaften einstellen. In unserer Zeit der sexuellen Freiheiten treten paradoxerweise diese Probleme massenhaft auf. Das Phänomen wird mit dem Begriff "Low Sexual Desire Syndrom" bezeichnet, was soviel wie "keine Lust mehr auf Sex" bedeutet. Es fehlt Frauen oftmals an 'Geist beim Sex'. Die "Ex und Hop-Mentalität" unserer Gesellschaft in Verbindung mit Stress vertreibt die Romantik aus unseren Beziehungen, sodass es Frauen häufig unmöglich gemacht wird, in ihren Partnerschaften und ihrem Alltag Sex nach ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen zu kreieren. Aber genau das ist es, was Frauen wollen.
Instinktiv wenden sich Frauen unseres Kulturkreises bei ihrer Suche nach 'Ekstase' (Befreiung von Druck), die ihnen beim Sex abhanden kam, seit nunmehr ca. 20 Jahren dem Orientalischen Tanz zu und suchen ihr Glück in Bauchtanzstudios.
Bauchtanz diente ursprünglich dazu, Körper und Geist zu verbinden, um 'lebendig' zu werden und 'begeistert' zu sein. Im antiken Griechenland ging das soweit, das Frauen, die zum Beispiel dem Geist der Aphrodite angehörten, glaubten, dass diese Göttin ihnen die "große Liebe" ihres Lebens verschaffen würde, wenn sie ihr zu Ehren tanzten. Ob das auch heute noch funktioniert, kann ich nicht sagen. Der Tanz aber, der dabei aufgeführt wurde, hieß 'cifte telli' und so heißt Bauchtanz in Griechenland noch heute.
Ein anderer Mythos aus jener Zeit berichtet von der Großen Göttin als der 'Beherrscherin der Finsternis/ Erfüllerin der Wünsche' (Shah). Das Symbol für Finsternis, Grenze, Ungleichgewicht, Trennung, Tod und alles Negative ist der Schleier, ein Requisit des Bauchtanzkostüms, berühmt und berüchtigt geworden durch Ishtars (eine babylonische Göttin) und Salomes 'Tanz der sieben Schleier'.
Der Mythos erzählt davon, dass Ishtar mittels Tanz in die Unterwelt hinabsteigt, um einen verstorbenen geliebten Menschen zu suchen und an jedem Tor dafür, dass sie eingelassen wird, einen Schleier verliert. Während ihrer Abwesenheit liegt das Land brach und verdorrt. Als sie zurückkehrt, kehrt auch das Leben zurück und das Land blüht auf.
Mit dieser Allegorie des Tanzes der Göttin mit den Schleiern wird im übertragenen Sinne die Transformation des eigenen Ungleichgewichts in Erkenntnis, die Umwandlung von 'Frust' in Energie, die Beherrschung der negativen Emotionen des eigenen Körpers - durch Tanz - beschrieben. Diese Fähigkeit der Transformation negativer Emotionen steht nicht mehr jeder/jedem automatisch zur Verfügung, die/der sich heute mit Bauchtanz befasst.
Um die Wiederverzauberung unseres Selbst zu erlangen, sollten wir uns daher nicht daran hindern lassen, Bauchtanz ausgiebig zur persönlichen Entwicklung zu benutzen. Meditation ist dabei der Schlüssel, um dem eigenen Geist bzw. der eigenen Seele wieder zu begegnen. Mittels einer Kombination von Bauchtanz und Meditation gelingt es, die Empfindsamkeit einer Person für den Geist ihres Körpers herzustellen und eine Brücke zwischen der inneren und der äußeren Welt zu bauen.
Ich habe eine Anleitung zur Bauchtanzmeditation für alle Frauen, die das Bedürfnis verspüren, im Schwerkraftzentrum tief im Beckenboden (in der eigenen Mitte) verankert zu sein, in dem Buch: "Orientalischer Tanz und Ekstase – der weibliche Weg zum 'magischen Feuer'" zusammengestellt. Denn nur die Schwingungsfrequenz echter Freude über das wiedergefundene Paradies im Innern ist das Geheimnis persönlicher Unwiderstehlichkeit. Bauchtanzmeditation ist Initiation zugleich.
Die orientalische Musik enthält jene seit Jahrtausenden überlieferten Melodien und Rhythmen zur Transformation negativer Emotionen. Das Fühlen der Musik und des eigenen Selbst sowie die Lust sich auf dieses Abenteuer der Entdeckung des eigenen Innern einzulassen, sind der Schlüssel, um unter anderem persönliche Ängste, Stress oder Erwartungshaltungen der Umgebung im Tanz loslassen zu können und glücklich zu sein.
Shakti Morgane
Wert 3.4 |
Thema: 3.7 | Information: 3.1 | Verständlichkeit: 3.3 |
| Stimmen: 7 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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