So bereitet man Heilkräuter zu

16.02.2002
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Kate Book

Es gibt verschieden Arten der Zubereitung, um Heilkräuter erfolgreich gegen Krankheiten einzusetzen.

Kräutertee

Kräutertee stellt man auf verschiedene Weise her:

Aufguss

Der Aufguss ist die häufigste Zubereitung von Kräutertee. Geben Sie die Kräuter in einen Topf und gießen Sie kochendes Wasser darüber. Nun wird die Flüssigkeit zugedeckt, je nach Angabe (meist 10 - 15 Minuten) stehengelassen, umgerührt und durchgeseiht.

Abkochung

Bei der Abkochung wird die angeführte Menge Kräuter mit kaltem Wasser übergossen und bei häufigem Umrühren bis zum Kochen erhitzt. Bei geringer Hitze wird der Tee eine bestimmte Zeit (meist 10 - 15 Minuten) weitergekocht. Dann nimmt man den Tee von der Kochstelle, lässt ihn zugedeckt ca. 10 - 15 Minuten ziehen und abkühlen. Die Kräuter werden durch ein Tuch oder Haarsieb geseiht.

Kaltwasserauszug

Manche Kräuter (z. B. Käsepappel, Kalmus, Mistel) dürfen nicht überbrüht werden, da sie schon beim starken Erhitzen ihre Wirkkraft einbüßen. Die Kräuter werden mit kaltem Wasser übergossen und ca. 10 Stunden abgedeckt stehengelassen. Danach umrühren, vor Genuss leicht erwärmen und abseihen.
Ein Kaltwasserauszug eignet sich sehr gut als Badezusatz. Hier empfiehlt es sich, die Heilkräuter 24 Stunden kalt anzusetzen.

Heilkräutertee sollte nach Möglichkeit überhaupt nicht gesüßt werden, höchstens mit Honig.

Kräutertees zu Heilzwecken werden im Allgemeinen höchstens 14 Tage genossen. Danach wird die Sorte gewechselt oder eine mindestens ebenso lange Pause eingelegt. Heilkräutertees dürfen nur schluckweise getrunken werden.

Inhalation

Die Dämpfe des wie jeweils empfohlen zubereiteten Tees werden so heiß wie verträglich etwa zehn Minuten inhaliert. Dazu werden Kopf und Gefäß mit einem Handtuch und einer Decke darüber abgedeckt. Diese Anwendung kann zwei- bis dreimal täglich erfolgen.

Umschlag

Ein Leinentuch wird so zusammen gelegt, wie es der zu behandelnde Körperteil (wie Hals, Oberbauch, Wade) erfordert. Dieses Tuch wird in jeweils wie empfohlen zubereiteten Tee gelegt und dann so ausgedrückt, dass es noch gut feucht ist, aber nicht mehr tropft. Dann wird das Tuch auf/um den erkrankten Körperteil gelegt und zusätzlich mit einem trockenen Woll- oder Handtuch umwickelt. Nach 15 bis 20 Minuten wird der Umschlag gewechselt. Nach Bedarf zwei- bis dreimal hintereinander anwenden.

Tinktur

Von einer Tinktur werden gewöhnlich ca. 3 mal täglich 1-2 Teelöffel bzw. 20-50 Tropfen eingenommen. Tinkturen werden auch häufig in Salben oder Gels verwendet.

Geben Sie die Heilkräuter in ein verschließbares Glas. Gießen Sie einen hochprozentigen klaren Schnaps (z.B. Doppelkorn oder Wodka) über die Kräuter, bis sie bedeckt sind und verschließen Sie das Glas. Stellen Sie es an einen sonnigen, warmen Platz und warten Sie etwa 10 Tage.
Filtern Sie die Tinktur ab (z.B. mit Kaffeefilter) und gießen sie in eine dunkle Flasche. Beschriften Sie die Flasche mit Inhalt und Datum.

Kräuteröle

Kräuteröle können zum direkten Einreiben oder zur Verwendung in Salben und Cremes eingesetzt werden.

Geben Sie die Heilkräuter in ein verschließbares Glas. Gießen Sie ein gutes Öl (z.B. Olivenöl) über die Kräuter, bis sie bedeckt sind. Verschließen Sie das Glas und stellen Sie es an einen sonnigen, warmen Platz.
Schütteln Sie das Öl ab und zu und lassen Sie es etwa 3 Wochen stehen. Filtern Sie das fertige Kräuteröl ab (z.B. mit Kaffeefilter). Gießen Sie es in eine dunkle Flasche und beschriften Sie die Flasche mit Inhalt und Datum.

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