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Dieser Artikel zeigt Ihnen wie Kommunikation funktioniert und wie Sie Ihre Fähigkeit, Menschen zu verstehen, verbessern können. Außerdem werden wir besprechen, welche Rolle "Verstehen" und "Empathie" in einem erfolgreichen Gespräch haben. Je besser Sie auf Menschen eingehen können, desto erfolgreicher wird die Kommunikation mit Anderen verlaufen. Vielleicht können Sie sich so Mißverständnisse wie: „Das habe ich doch alles erklärt, hast Du es immer noch nicht verstanden?“ vermeiden.
Tagtäglich kann man es beobachten, Menschen reden miteinander. Aus der Ferne sehen wir lediglich Mundbewegungen, Gesten und Blicke. Alles scheint ganz einfach zu sein, doch woher kommen die ganzen Mißverständnisse? Wie können wir denn erkennen, ob zwei Gesprächspartner sich wirklich verstanden haben? Bleibt nicht oft genug mindestens einer verständnislos zurück, obwohl wir meinen alles sonnenklar erklärt zu haben?
Wenn Blicke töten könnten ...
Erfolgreiche Kommunikation ist also doch nicht so einfach, wie man gerne glauben möchte. Um einander richtig zu verstehen, muß man die Persönlichkeit, die kulturelle Herkunft des Gesprächspartners und dessen Gefühle berücksichtigen. Einen reinen Austausch von Informationen gibt es nicht – oder anders – Kommunikation "transportiert" neben Informationen immer auch die Gefühle und Empfindungen der Gesprächspartner mit.
Um die Gefühle und Empfindungen des Gesprächspartners für das eigene Erleben zugänglich zu machen, muß man lernen sogenannte „non-verbale Signale“ zu deuten. Dazu gehören Blicke, Mimik, Gestik und Kopfbewegungen, die uns Hinweise auf die Befindlichkeit des Gegenübers geben. Wer geübt ist, die Körpersprache von anderen Menschen wahrzunehmen, wird schon anhand dieser non-verbalen Signale erkennen können, ob das Gegenüber bei einem Gespräch zustimmt oder es ablehnt.
Sie kennen doch sicherlich den Spruch „Wenn Blicke töten könnten ...“. Ein Kollege mag zwar verbal immer sehr freundlich und zuvorkommend sein, doch seine Blicke sprechen eine ganz andere Sprache. In einem Stummfilm bekäme der Zuschauer vielleicht den Eindruck, daß Ihr Kollege Sie am liebsten in der Luft zerreißen will.
Zu so einer derben Dissonanz kommt es allerdings im Reallife nur in den seltensten Fällen. Trotzdem können Sie am Blick und Gesichtsausdruck Ihres Gegenüber bereits erkennen, ob er Sie auch verstanden hat bzw. überhaupt verstehen will.
Wer will nicht von Anderen verstanden werden? Schließlich sind wir Menschen „soziale Wesen“, d.h. wir suchen insgeheim immer nach Anderen, die uns verstehen und mit uns „mitfühlen“ können. So erleben wir es auch als schmerzliche Erfahrung, wenn wir „abgelehnt werden“, denn kein Mensch fühlt sich langfristig als unbeliebter „Einsiedler“ wohl.
Wie oft habe ich es schon erlebt, daß sich Menschen nicht an den Inhalt eines Gespräches erinnern. Aber an die Stimmung, d.h. ob ihnen das Gespräch gefallen hat, ob sie es lustig fanden oder sie sich dabei wohl gefühlt haben, erinnern sie sich mit Sicherheit nach langer Zeit.
Dieses gefühlsmäßige Empfinden eines Gesprächspartners nennt man Empathie. Empathie (griechisch für Einfühlen oder Mitfühlen) ist eine Grundvoraussetzung, um unsere Mitmenschen verstehen zu können. Denn die Fähigkeit sich in einen anderen Menschen einfühlen zu können, wird unser Feingefühl, Wortwahl und Körpersprache in einem Gespräch entscheidend beeinflussen.
Im Grunde entscheidet die Empathie zwischen zwei Gesprächspartnern schon im Vorfeld, ob ein Gespräch erfolgreich verlaufen wird oder ob es zum Scheitern verurteilt ist. Mit Hilfe eines Negativ-Beispiels können wir das leicht nachvollziehen. Wer schon einmal auf einen Gesprächspartner richtig wütend war, weiß wie schwer es ist, ein sachliches Gespräch über ein "neutrales" Thema zu führen.
Umgekehrt gilt das natürlich genauso. Wenn Sie jemanden sehr sympathisch finden, wird es der Gesprächspartner bemerken, auch dann, wenn Sie mit ihm noch kein einziges Wort gewechselt haben. Denn bevor Sie auch nur ein einziges Wort geäußert haben, hat Ihr Körper schon eine Geschichte erzählt, die ein Buch füllen könnte.
Der amerikanische Psychologe Carl R. Rogers macht den Vorschlag, Empathie durch die folgende Übung zu testen:
Beim nächsten Streitgespäch mit Ihrem Partner(in) oder einem Bekannten, unterbrechen Sie die Diskussion einen Augenblick und führen die folgende Regel ein:
Jeder Gesprächsteilnehmer darf erst dann seine Meinung sagen, nachdem er die Idee und Gefühle seines Vorredners korrekt wiedergegeben hat. Ob die Beschreibung zum entsprechenden Gefühl paßt - oder eine Idee verstanden wurde - entscheidet immer das Gegenüber.
Klingt das einfach? Versuchen Sie es und Sie werden feststellen, daß das eine der schwersten Übungen ist, die Sie je gemacht haben. Sie werden lernen die non-verbalen Signale von anderen Menschen zu deuten.
Das Feedback hilft Ihnen dabei, zu kontrollieren, ob Sie die Gefühle und Ideen tatsächlich nachvollzogen haben. Und wie es bei allem im Leben ist – Übung macht den Meister.
Diese kleine Übung können Sie überall - im Familienkreis, mit dem Partner oder den Kindern - wiederholen, Sie werden feststellen, wie man mit Empathie auch angespannte Situationen entkrampfen kann. Wer bereit ist sich in andere einzufühlen, ist ein sehr gefragter Gesprächspartner.
Es kommt nicht von ungefähr, daß man gerade „Herzmenschen“ unterstellt, daß sie andere „so gut verstehen“ und „nachempfinden“ können. Herzmenschen bilden bekanntlich immer das "soziale Zentrum" in einer Gruppe, d.h. sie stehen in der Beliebtheitsskala ganz oben.
Wen sollte das auch wundern, in einer Zeit, in der die meisten Menschen nur noch über sich selbst reden?
Lese-Tipp: Soziale Kompetenz: Empathie - Schlüssel zu anderen Menschen
Viel Spaß beim Einfühlen in Ihre Mitmenschen!
Wert 4.7 |
Thema: 4.8 | Information: 4.5 | Verständlichkeit: 4.8 |
| Stimmen: 4 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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