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Marder: Wie Sie Auto und Haus schützen können
Der Marder ist ein in Mitteleuropa beheimatetes Kleinraubtier, welches sich
nur allzu gerne an Autos zu schaffen macht, in den Dachboden einzieht oder in
Hühnerställe eindringt. Wer schon einmal das Pech hatte vom niedlich
aussehenden Steinmarder (martes foina) heimgesucht zu werden, kann wahre Schauergeschichten
erzählen. Je nachdem - wo sich der Marder einnistet - haben die "Heimgesuchten"
teils mit erheblichen Schäden zu rechnen. So bleibt die Frage, wie man
diese kleinen Plagegeister wieder los werden kann.
Was macht Autos für Marder so anziehend?
Marder
werden von der Wärme des gerade abgestellten Autos angezogen. Früher
vermutete man, daß Marder sich von dem warmen (alten) Kabelmaterial angezogen
fühlen, da es Fischmehl enthalten hat. Mittlerweile geht man davon aus,
daß sich Marder aufgrund ihres Revierverhaltens bestimmte Orte aussuchen und
sie - ähnlich wie Hunde - mit Duftmarken versehen.
Dies scheint solange
unproblematisch zu sein, bis ein zweiter Marder das Revier entdeckt und - im
wahrsten Sinne des Wortes - durchdreht.
Das Ergebnis ist verheerend: Dämmatten sind angenagt, Kühlschläuche
tropfen, Zündkabel sind durchgebissen usw. - der Motorraum sieht aus, als
hätte sich dort ein Wahnsinniger zu schaffen gemacht. In anderen Worten
- sie haben unwissentlich die Arena für einen Revierkampf zur Verfügung
gestellt. (Abbildung von www.mardersicher.de)
Marder im Wohnhaus
Doch nicht nur Autos werden als Eigenheim mißbraucht, sondern auch Dachböden
die über eine lose Dachpfanne oder ein Einschlupfloch erreicht werden können.
Wenn ein Loch die Größe eines Marderkopfes hat, geht auch meist der
Rest des kleinen Raubtieres hinein. Sobald sich der Marder häuslich eingerichtet
hat, können Sie dies an Beuteresten (Mäuse und Vögel), zerfetzten
Wärmedämmungen oder herumliegenden Kot erkennen. Neben dem unangenehmen
Marderduft, veranstaltet dieses Tierchen auch ein erhebliches Spektakel. Besonders
in der Paarungszeit können Sie sich auf eine nette Geräuschkulisse
einstellen, da die Tiere fast doppelt so laut werden wie gewöhnlich.
Marder mit Fallen fangen
Man
kann zwar den ortsansässigen Förster damit beauftragen Fallen aufzustellen,
aber dies ist nicht immer unproblematisch. Im Forum der Webseite "Hühner-Info.de"
können Sie die Erfahrungen gestreßter Hühnerbesitzer nachlesen. Oft
fangen Sie mit dieser Falle die Katze des Nachbarn, einen Igel oder ähnliches
Kleingetier, aber im seltensten Fall einen Marder. Wie Sie vielleicht schon
ahnen, kann die Katze des Nachbarn einigen Ärger mit sich bringen.
Nicht
selten kommt es hierbei zum Streit und man bekommt einen Brief vom Rechtsanwalt
wegen Tierquälerei. Manche Marderfallen sind derart heftig, daß sie
sogar für Kleinkinder eine Gefahr darstellen können. Außerdem
dürfen Sie ihn nicht töten oder ernsthaft verletzen, da diese Gattung
unter den Artenschutz fällt.
Hausmittel gegen Marder
Manche beschreiben bestimmte Hausmittel, die bei der Vertreibung des kleinen
Plagegeistes hilfreich sein sollen. Man verteilt kiloweise Hundehaare oder Mottenkugeln
an den heimgesuchten Orten. Allerdings habe ich bei diesen Methoden noch keine
wirkliche Empfehlung bzgl. ihrer Wirksamkeit gefunden. Die meisten Anwender
berichten nur von einem sehr kurzfristigen Erfolg. Der Marder läßt
sich nur sehr schwer von einem einmal eroberten Gebiet vertreiben.
Wie können Sie den Marder wieder loszuwerden?
1. Marder im Auto
Was Sie unbedingt vorher erledigen sollten:
- Um die Duftmarken des Marders zu entfernen, sollten Sie Ihr Auto gründlich
waschen. Als Minimum empfehle ich hier eine Vollwäsche (Waschstraße
bei einer Tankstelle) und zusätzlich eine gründliche Motorwäsche
vorzunehmen. Nur wenn die Duftmarken vollständig entfernt wurden, können
weiterführende Methoden greifen.
- Falls Ihr Auto immer an denselben Standplatz steht - wechseln Sie diesen
oder reinigen Sie ihn ebenfalls gründlich.
- Lassen Sie nach der Wäsche Ihre Kabel auf Bisse untersuchen. Da Marder
nadelfeine Zähne haben, merkt man die Löcher in Kühlschläuchen
oft erst bei einer hohen Belastung (Stau, Sommerhitze).
Für
Autos gibt es eine Ultraschallanlage, die die kleinen Nager vertreiben soll.
Sie kann in den Motorraum eingebaut werden und ist für Menschen nicht hörbar.
Ein Angebot für eine derartige Anlage finden Sie unter dem Link "Marder
Abwehranlage".
Laut Herstellerangaben sind Sie damit zu 90% erfolgreich
- Probleme kann es nur dann geben, wenn Sie Ihr Auto vorher nicht entsprechend
gereinigt haben. Außerdem ist diese Lösung umweltfreundlich und schadet
weder Ihren Kindern, noch den Katzen des Nachbarn.
2. Marder im Dachboden
Die erste Frage ist hierbei, wie der Marder ins Haus kommt. Ich raten Ihnen
zunächst alle möglichen Schlupflöcher zu verschließen.
Wenn Ihnen das gelingt, werden Sie keine weiteren Maßnahmen brauchen.
Entrümpeln Sie ihren Dachboden und reinigen Sie den Boden mit einem scharfen
Reiniger. Hier können Sie ebenfalls mit einem Ultraschallgerät arbeiten.
Achten Sie darauf, daß der Schall sich ungestört im Raum ausbreiten
kann. Ein entsprechendes Gerät finden Sie unter "Marder
Hausabwehr-Anlage".
3. Anti-Marderpaste
Marder-Abwehr-Paste wird an alle großen Apotheken-Großhandlungen ausgeliefert.
Dadurch sollten sie die Paste in allen Apotheken innerhalb von höchstens
24 Stunden bekommen können. Einfach die Bestellnummer PZN 3564022 angeben
und schon kann die Jagd auf die Marder beginnen.
Anmerkung: Leider habe ich hierzu keine positiven Referenzen gefunden - ob
diese Art der Bekämpfung wirkt oder nicht, ist unsicher.
4. Verpiss dich!® Spray
Anscheinend gibt es auch Sprays, die zur Marderbekämpfung eingesetzt werden.
Im Internet bin ich auf eine recht seltsame Spraysorte gestoßen, die sich
für die Marderbekämpfung eignen soll. Allerdings habe ich auch hierzu
keine Referenzen von zufriedenen Anwendern gefunden.
Wirkungsweise
Der Geruch dieses Sprays ist für den Menschen nicht wahrnehmbar, Tiere
wie Marder, Hunde und Katzen, aber auch Kaninchen, empfinden den Geruch als
unangenehm und nehmen Reißaus!
Anwendung
Zum Aufsprühen an Stellen, an denen geruchsempfindliche Tiere vertrieben
werden sollen. Den Motorraum etwas mit Verpiss-Dich!® Spray einsprühen
- schon ist das Auto ca. 6-8 Wochen geschützt. Das Spray sollte für
etwa 1 Jahr reichen.
Inhalt
Dieses Produkt besteht aus Extrakten der Verpiss-Dich!® Pflanze sowie Glycerin,
einem Trägerstoff wie er auch in Hautcremes eingesetzt wird. Dennoch ist
das Produkt nicht zum Verzehr geeignet und soll für Kindern Unzugänglich
aufbewahrt werden. Menge pro Einheit 50ml.
Sie können dieses Spray bei Gärtnerei Dieter Stegmeier - Unteres Dorf 7 - 73457 Essingen - Tel: 07365 / 230 beziehen.
Viel Erfolg!
P.S. Sehen Sie sich auch unbedingt die unten aufgeführten Kommentare zu diesem Artikel an! Dort habe ich noch einen wichtigen Tip notiert, der mir selbst geholfen hat meinen Marder los zu werden!
Legende: 5: super - bis 1: erträglich
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Kommentar-Liste
| Betreff: |
Autor: |
Zeit: |
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Tina H
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02.07.2008 08:58
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Hallo Herr Brzeski,
wir haben eine Gartenhütte mit einen kleinen Abstellraum, dort muß Nachts immer ein Tier sein, gesehen haben wir noch keins,aber Morgens ist dort immer Kot und es stinkt, wir dachten erst es ist eine Ratte und hatten die Hütte komplett ausgräumt, die Innenwände und den Boden abgebaut, alles gereinigt und wieder zusammen gebaut. Danach hatten wir ca 4 Wochen ruhe, aber jetzt fängt alles wieder von vorne an.
Man hat uns gesagt es könnte auch ein Marder sein, wie kann ich erkennen ob es ein Marder ist. Können Sie mir da helfen.
Gruß M.H.
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Leo Gehring
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11.12.2007 02:38
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Gute Nacht meine lieben "Mardergeplagten",
in Anbetracht der Uhrzeit muss ich nicht erläutern, dass es mir (habe gerade wieder eine Vertreibungsaktion hinter mir - die ganze Familie ist wach...) nicht um Vergellung geht, sondern ich das oder die Viecher in ihre Einzelteile zerlegen werde. Und ob und wie genau die Viecher geschützt sind ist mir völlig egal.
Auch glaube ich nicht, dass ich auf dem Dach Löcher stopfen werde.
Morgen gilt der erste Anruf unserem Jäger - hoffentlich ergibt sich da eine finale Lösung.
Falls aber nicht würde mich das erwähnte Pulver interessieren - und vor allem ob es das in verschiedenen Wirkungsstufen gibt (finale Lösung).
Also bitte, wer mir hier eine klare Lösung (auch andere die endgültig geholfen haben) aufzeigen kann ist vorne - vielen Dank.
Gute Nacht.
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Hinrich
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26.11.2007 21:29
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Teuer aber wirksam dachte ich als ich den Kammerjäger einschaltete. Im Januar hatten wir einen Marder, er ist in der zwischendecke, also nicht im Haus selber oder auf dem ausgebauten Dachboden sondern rennt durch die Isolierung und macht ordentlich Krach. Jetzt im November ist er wieder da obwohl er im Januar erfolgreich vom Kammerjäger verjagt wurde.
Sehr nervig das ganze, wir wissen nicht wo er rein kommt und ich hoffe der Kammerjäger kommt bald wieder weil wir ratlos sind und das Biest uns den Schlaf jede Nacht raubt.
Der Kammerjäger hatte uns zum Glück eine Garantie gegeben das wir mindestens 3 Jahre Rue haben so müssen wir den erneuten Einsatz nicht bezahlen.
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Michael Müller
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15.11.2007 19:51
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Hallo liebe Marderfreunde,
ich habe mir im Frühjahr einen Carport mit Flachdach gebaut; als Eindeckung habe ich mir das teure "Saargummi" gekauft, das Witterungsbeständig und "unkaputtbar" ist! Gestern habe ich nun festgestellt, dass der Carport innen nass ist; Wasser auf dem Boden und Wassertropfen an der Decke!!
Beim inspizieren des Daches habe ich entdeckt, dass richtige Daumengroße Löchen in das Gummi gefressen sind; weiß jemand wie ich verhindern kann, dass das Vieh weiter Löcher in mein Dach frisst, ohne dass ich das Dach komplett mit Kies bedecken muss??
Ich bin für alle Tips sehr dankbar.
Michael M.
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T. Kühn
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16.11.2007 16:12
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Hallo Michael Müller
> Weiß jemand wie ich verhindern kann, dass das Vieh weiter
> Löcher in mein Dach frisst, ohne dass ich das Dach komplett
> mit Kies bedecken muss?? Ich bin für alle Tips sehr dankbar.
Die wichtigste Frage ist, wie die Marder auf das Dach deines Carports kommen. Wenn Sie über die Pfosten hochklettern, lassen sich diese vielleicht mit Stacheldraht, Dornen oder Kletterhindernissen bewehren.
Ansonsten kann auch ein dezenter elektrischer Zaun - wie man ihn von Kuhweiden kennt - zum Einsatz kommen. Solche Zäume gibt es auch mit Akku-Betrieb - > falls dein Carport nicht über eine Stromquelle verfügen sollte. Falls ein Ast eines Baumes der Weg zum Carport ist, kann man diesen von einem Gärtner entfernen lassen.
Wichtig ist vor allem, daß du den Zugang der Marder findest und entfernst oder blockierst.
Viel Erfolg!
Tony
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