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Liebe & Sex
Zaubermedizin aus Afrika: Ein Käfer für die Liebe
Ein Käfer für die Liebe
Einige junge, übermütige Kerle tanzen im flirrenden Sonnenlicht mit witzigen Bewegungen, geschickt, nahezu wie Seiltänzer oder Akrobaten. Oder sie tanzen den Jive, den alle Afrikaner lieben. Die bummelnden Frauen in ihren hohen Pumps lachen flirtend diesen Jungen zu und wiegen ihre üppig-runden Hüften. Die älteren Frauen tuscheln und schütteln den Kopf. Es gibt so viel zu sehen. Früchte und Gemüse in allen Formen und Farben, lebende Tiere und Kleidung wild durcheinander. Auch Möbel und Utensilien für das tägliche Leben, Autoteile, alte Reifen. Ein typisch afrikanischer Markt eben. Und hier findet man bei den traditionellen Heilern ein Pülverchen für die Liebe: Vuka-Vuka. Zauberkräuter für die Liebe Buschleute in Afrika kennen sehr viele Zaubermittel und medizinische Kräuter und Bäume. Im Grunde gibt es für alles geeignete Medizin. Auch für die Manneskraft: Lässt sie nämlich nach, kann man beim N'Anga, beim Witchdoctor, dem traditionellen Heiler einen Tee, ein Pulver oder Kapseln erwerben, Vuka Vuka, das wie Viagra wirkt, jedoch auf rein pflanzlicher Basis. Man erhält Vuka-Vuka im gesamten Süden Afrikas auf den Märkten bei den Herbalisten zu einem Bruchteil der Kosten für Viagra. Insbesondere Freitags ist es bei den afrikanischen Männern, neben Alkohol, der Verkaufsschlager! Vorbereitung auf ein ereignisreiches Wochenende. Afrikanisches Viagra Vuka Vuka heißt eigentlich übersetzt "Wach auf, wach auf!" Es ist ein stark wirkendes Aphrodisiakum für Männer und Frauen. Ein Mittelchen, das in allen Liebeslagen hilft. Die stärkste Variante heißt "Squirrel's jump", also Eichhörnchensprung, weil diese Tiere als besonders romantisch gelten. Das kann Vuka-Vuka wohl auch im Besonderen bewirken, so versprechen es die N'Anga, bei denen man es bekommt: Es rettet Ehen und verjüngt Gefühle bei Paaren, die nur noch wie Brüder und Schwestern zusammenleben. Es soll die Romantik in alte Ehen zurückbringen. Eigentlich ist dies das best gehütetste Geheimnis für funktionierende Ehen im Süden Afrikas.
Käferpulver Inhaltstoffe der Liebesmedizin sind Pflanzen mit extrem psychoaktiven, halluzinogenen und durchblutungsfördernden Wirkstoffen, wie Akazien, Cassia Abbreviata, die Gewürzrinde, Tigergras, Mucuna Pruriens, eine afrikanische Hülsenfrucht, Wildfarn, Fenchelholz, Löwenzahn und Mäusedorn, Damiana, Gingko, Guarana und Traubensilberkerzen. Für die starke Durchblutung aller Sexualorgane bei Mann und Frau und das Kribbeln in den Hüften soll aber als Hauptsubstanz pulverisierter Käfer verantwortlich sein. Genauer der Mylabris-Käfer, ein Ölkäfer mir einem sehr hohen Anteil an Cantharidin .Cantharidin ist ein sehr starkes Aphrodisiakum. Bei uns eher von der spanischen Fliege bekannt. Es handelt sich dabei um eine Benzofuran-Verbindung, die jedoch vor allem ein starkes Reizgift darstellt. Teuflisches Zauberkraut Es gibt noch viel mehr erstaunliche Medizin, Muti, für Männer in Afrika. Ein Pulver, das Mubobobo heißt, zum Beispiel, macht das Glied des Mannes größer. Zunächst sollte es einfach nur die Schüchternheit bei jungen Männern überwinden helfen.
Auch etwas für unsere Politiker? Nun, sicherlich nicht, denn berauschende, gefällige und verwirrende Worte finden sie zur Genüge!
Bedenkenswert wird dieses Thema doch aber, wenn man an die vielen Aids-Toten in Afrika denkt. Und dennoch weigern sich wohl viele afrikanische Männer Kondome zu verwenden, weil man ja " ein Bon-Bon auch nicht mit Einwickelpapier isst". Wenn sie überhaupt über die Anwendung aufgeklärt sind. Oder sie wünschen sich "Dry Sex" von ihren Frauen, die dafür ihre Scheide mit Mutendo Wegudo , einem Gemisch Pavian-Urin und Erde, austrocknen, um dem Mann ein "Gefühl von Größe" zu geben. Doch dabei kommt es zu Verletzungen und Entzündungen, ein Nährboden für Aids. Und immer noch kursiert der Wahnsinn, dass Aids geheilt wird, wenn man mit einer Jungfrau schläft. Ja, Aids ist bestimmt die Seuche der Armen, aber die wichtigste Waffe gegen Aids ist einfach Bildung: Afrika braucht gute Schulen! Falls Sie einen Schul- und Krankenhausbau in Malawi unterstützen wollen, können Sie sich mit mir in Verbindung setzen: Monika Braun
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