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Alles zu: Gesundheit   

Stachelige Diät-Wunderwaffe gegen Heißhunger: Hoodia

von  Monika Braun

Homepage: www.nape.de

Datum: 27.12.2005

Die Kalahari im Süden Afrikas: Sandwüste aus feinpulverigem, rotem Sand, karg bedeckt mit speziellen Sanddünen- und Wüstengräsern. Vereinzelt bieten ausladende Akazien Schatten und Schutz vor der gleißenden Sonne. In dieser eher unwirtlichen Gegend - und nur hier - wächst eine Pflanze, genauer ein Kaktus, der langsam, aber sicher zur Diätrevolution bei uns mutiert: Hoodia Gordonii. Ein wahres Wunder aus der Wüstenapotheke.

Hoodia Gordonii ist eigentlich eine Sukkulente, die aber besondere Eigenschaften hat: Sie stillt nachhaltig den Hunger, ja, hat sogar stärkende Wirkung. So kann man eine Diät oder Abmagerungskur besser überstehen, ohne Heißhungerattacken und mit guter Laune. Ein Traum aller Übergewichtigen.

Wüstenlandschaft in AfrikaGeheimnis der Buschmänner

Entdeckt wurde dieses Wunderding vor Jahrtausenden schon von den Sans, den Buschmännern aus Südafrika. Auf ihren Jagden nach Tieren für den häuslichen Essensplan der Familien durch die Savanne waren die Männer oft viele Tage auf sich gestellt. Ohne Nahrung, ohne Flüssigkeit. Schnell fanden sie heraus, dass der unscheinbare Kaktus, der in dieser Wüstengegend wächst, den Hunger stillen und den Durst löschen kann. Sie schnitten sich Stücke des Kaktusfleisches heraus und zerkauten sie. Das half nicht nur den Nahrungsengpass zu überstehen, nein, die tolle Frucht lieferte ihnen auch die Kraft ausdauernd zu jagen. Tagelang hinter Gazellen her zu rasen. Außerdem unterlagen sie nie dem Drang, vor Hunger das erlegte Tier selber gleich vor Ort zu essen. Durch das Kauen des Fruchtfleisches hatten sie einfach keinen Appetit mehr. Und so hatte der gesamte Stamm etwas von der erjagten Beute der Männer.

The Queen of the Namib

Hoodia Gordonii wächst ausschließlich in bestimmten, semi-ariben Gebieten von Südafrika und Namibia. Eigentlich ist der Kaktus eine Aasblume, denn die Blüten, die tatsächlich wunderschön sind, stinken erbärmlich. Wie ein riesiger Haufen verdorbenes Fleisch, Aas eben. So lockt die Pflanze Fliegen an, die dabei Pollen aufnehmen, mit denen sie wiederum andere Blüten der Hoodia bestäuben.

Aber was stinkt, kann wohl trotzdem wirken. Denn Forschungsergebnisse haben klar einen Appetit und Hunger dämpfenden Wirkstoff entdeckt. Die Forscher nannten ihn P57.

Gut, Wirkstoffe, die Appetit zügelnd sind, gibt es schon lange. Aber sie haben auch eine Menge von Nebenwirkungen. Unruhe, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Herzjagen, Veränderungen der Psyche, Impotenz, Schwitzen und Hautausschläge sind nur einige der Folgewirkungen. Ergebnis: Man wird zwar schlank, kann es aber nicht mehr richtig genießen. Erst mit Hoodia Gordonii fand man 1996 etwas, was keinerlei Nebenwirkungen zu haben scheint. Und das ist das eigentlich Revolutionäre daran. Laborversuche konnten das eindeutig bestätigen.

Inzwischen besitzt der Pharmakonzern Phytopharm die Lizenz zur Entwicklung eines Appetitzüglers aus Wirkstoffen der Wüstenpflanze und will ihn voraussichtlich 2007 auf den Markt bringen. Die San, von denen das Wissen über die Wirkung der Hoodia ja stammt, sollen an den Gewinnen beteiligt werden. Man wird sehen.

So funktioniert Hoodia

HoodiaWer kennt das nicht bei Diäten? Man schafft es zwei, drei Tage die knallharten Vorgaben eines Abnehmplanes einzuhalten, ist auch den ganzen Tag über beschäftigt und abgelenkt. Gut, man denkt während dieser Zeit nur an die nächste erlaubte Mahlzeit und fiebert ihr gewissermaßen entgegen. Aber dann kommt der Abend. Die Nacht. Die Diät-Begleitmusik, das Magenknurren, lässt uns einfach nicht schlafen. Visionen von Chips, Würsten und Schoko vernebeln unser Hirn. Die Motivation, sich schlank zu hungern, ist schlagartig auf dem Nullpunkt.

Ab da hält uns dann nichts mehr: Der Kühlschrank wird gestürmt und geleert. Egal was, wir stopfen es in uns rein. Denn Hunger ist nun mal der beste Koch! Nicht so - und das ist erwiesen - mit Hoodia Gordonii. Wie funktioniert das aber?

Dazu muss man wissen, dass das Sättigungsgefühl eigentlich nur ein physiologisch vorgegebenes Wechselspiel zwischen Appetit, Hunger und eben Sättigung ist. Der Appetit, der im Limbischen System entsteht und der Hunger, der im Esszentrum des lateralen Hypothalamus kontrolliert wird, lösen bei uns den bei einem Abnehm-Programm so gefürchteten Essreiz aus. Nur das Sättigungsgefühl, das zentralnervös in den ventromedialen Nuclei des Hypothalamus gesteuert wird, beendet jeden Drang zum Essen. Der Auslöser ist dabei das Erreichen eines Glykogenniveaus in der Leber. Und hier setzt Hoodia ein.

Der Supersattstoff des Katus gaukelt im Gehirn einen Glykogenspiegel vor, der ein permanentes "Papp-Satt-Gefühl" schafft. Das in Hoodia enthaltene Wirkstoffmolekül P57 bewirkt diesen Effekt. Und sogar noch mehr, denn klinische Tests haben ergeben, dass der Wirkungsgrad circa 10.000 Mal stärker ist, als der der Glykogenmoleküle. Deshalb ist Hoodia so effektiv. Mit Hoodia hat man einfach keinen Hunger mehr!

Achtung vor Betrügern!

Schon jetzt kann man weltweit Hoodia-Tabletten erstehen. Ja, es scheint ein heißes Geschäft zu sein. Verständlich. Denn gerade auf dem Schlankheits-Sektor kann man Millionengewinne erzielen. Jedoch darf man dabei nicht vergessen, dass nur die eine Hoodia-Sorte, nämlich die Gordonii, als Appetitzügler dient. Hoodia-Kakteen gibt es aber in vielfältigen Sorten und Formen. Die aber eine ähnliche Wirkung haben wie ein Glas Wasser. Oder einfach nur heiße Luft.

Sieht man aber all die Angebote, wundert es schon, wie viele Pflanzen der Sorte Gordonii es geben muss. Da liegt doch wohl die Vermutung nahe, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht und wahrscheinlich irgendwelche anderen Sorten verarbeitet wurden. Wenn überhaupt Kaktus-Stoff enthalten ist. Oder aber die Konzentration ist so gering, dass es nicht wirken kann.

Auch über den Preis hat man keine Garantie den echten Hoodia Gordonii zu schlucken. Wo aber findet man sein Abnehmglück in Form der Wunder-Kaktus-Pille sicher? Muss man nun etwa die Botanischen Gärten der Städte stürmen und heimlich kleine Stücke aus der Hoodia Gordonii schneiden?

Das wohl sicher nicht! In Südafrika gibt es jedoch kleine Familienunternehmen die Hoodia-Tabletten in 100%iger Konzentration anbieten und die Reinheit garantieren. Ralf Schleipfer, ein Deutscher, der dort einen kleinen Pharmazie-Betrieb gegründet hat, bringt seine Slim-Tabletten mit einem Anteil von über 420mg Hoodia auf den Markt. Und nur dieser Anteil löst die Essbremse aus.

(Anmerkung der Redaktion: Laut Wikipedia warnen manche Experten beim Bezug von Hoodia von dubiosen Internetangeboten Abstand zu nehmen. Hier besteht die Gefahr, daß die natürlichen Bestände aufgrund von hemmungslosen Raubbau zerstört werden. Unser Rat: Achten Sie beim Bezug von Hoodia darauf, daß die Pflanzen aus kultivierten Anbau stammen. Damit leisten Sie einen wertvollen Beitrag den natürlichen Bestand dieser seltenen Pflanzengattung zu erhalten. (Quelle: Wikipedia "Hoodia gordonii"))

Wenn Sie sich für Bezugsquellen mit Garantie interessieren, schreiben Sie mir eine Mail: Monika Braun

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Kommentar-Liste


Betreff: Autor:
Zeit:
Bedenkenswert ...
T. Kühn 28.12.2005 22:58
Hallo Susanne Meier!

In dieser Kategorie werden Sie viele derartige Tips zum Thema "Abnehmen" finden, deren Wirkung wir - von der Redaktion aus - nicht überprüft haben bzw. aus rein organisatorischen Gründen auch nicht überprüfen können.

Wenn ein Autor einen Tip schreibt, steht sein Name für die im Artikel aufgeführten Behauptungen. Entspricht so ein Tip seiner Überzeugung oder Erfahrung ist dies für uns zunächst ausreichend.

Von redaktioneller Seite aus werden wir nur dann korrigierend eingreifen, wenn uns bekannt ist, daß bestimmte Aussagen definitiv falsch sind - was aber in diesem konkreten Fall bislang nicht nachvollziehbar ist.

Zumindest konnte ich aus Ihrem Kommentar keinen begründeten Hinweis entnehmen, der aufzeigt, daß diese Methode nicht funktionieren kann.

Gerade zum Thema "Abnehmen" findet man heute tonnenweise Literatur, die bestimmte Patentrezepte oder Methoden anpreisen. Da sich bei diesem Thema noch nicht einmal Medizinier einig sind, traue ich mir als Laie kein wirkliches Urteil zu. Zumindest sehe ich nicht, was an diesem Tip schlechter sein soll, als an all denjenigen, die man heute in jedem Magazin nachlesen kann.

Wir gestatten allen Autoren - in begrenztem Rahmen - Werbung für sich selbst oder eigene Projekte in ihren Artikeln unterzubringen. Dieses Feature ist somit keine Ausnahmeregelung für Frau Braun, sondern gilt für alle Philognosie-Autoren.

Natürlich haben wir ein Interesse daran, keine falschen Informationen an unsere User weiterzugeben. Wir können jederzeit Artikel aus unserem Archiv entfernen - aber hierfür brauche ich gute Gründe. Schließlich muß ich unseren Autoren erklären, warum wir einen bestimmten Artikel in unser Programm aufnehmen bzw. ablehnen.

Solange ich solche Gründe nicht kenne, werde ich im Zweifelsfall immer für den Autoren entscheiden.

Da wir rechtlich für die Verlinkung zu anderen Seiten verantwortlich sind, habe ich die von Ihnen eingefügten Links gelöscht. Wir übernehmen nur Verantwortung für Links, die wir persönlich überprüft haben. Zum Anderen wollen wir vermeiden, daß Kommentare als Linklisten genutzt werden.

Kommentare sollen dazu dienen sich inhaltlich mit einem Thema oder Autor auseinanderzusetzen und nicht um Werbung für andere Seiten zu machen. Ich hoffe dieses Vorgehen ist für Sie nachvollziehbar.

Mit freundlichen Grüßen

Tony Kühn
Wirklich bedenklich
Susanne Meier 27.12.2005 09:19
Ich muss mich wirklich wundern, dass auf dieser seriösen Seite solche Artikel zugelassen werden.
Wie nett, dass Frau Braun gleich anbietet, dass man bei ihr Bezugsquellen erfragen kann ! Und bestimmt bietet sie selbst "zufällig" dieses neue "Wundermittelchen" an..
Ich kann nur sagen, wer bestellt, ist selber schuld.
Abnehmen funktioniert eben nicht mit knallharten Plänen, sondern mit einer guten Ernährung und Bewegung. Dass es immer wieder Dumme gibt, die nach einem einfachen Weg suchen, wird sich wohl nie ändern.
   RE: Wirklich bedenklich
Monika Braun 31.12.2005 12:13
Liebe Frau Meier,
ich danke Ihnen für Ihren Kommentar. Jede Kritik, sei sie positiv oder negativ, regt zum Nachdenken an und das kann ja nur gut sein!
Was ich mir jedoch gewünscht hätte, wäre vielleicht eine Nachfrage bei mir gewesen, denn Tatsache ist, dass ich selber Hoodia nicht vermarkte, verkaufe etc.
Ich kann lediglich einen zuverlässigen Lieferanten in Südafrika nennen, ein kleines Pharmaunternehmen, ein Familienbetrieb; ich selber habe nichts davon.
Es handelt sich bei dem von Ihnen so kritisierten Beitrag lediglich um eine Mitteilung eigener Erfahrungen, denn mir hat Hoodia geholfen einen Diätplan besser einzuhalten.
Im Text steht auch nichts davon, dass man dieses Mittel nimmt und abnimmt; es hilft Reduktionsdiäten zu überstehen und das ist – auch aus medizinischer Sicht – legitim. Wenn dann noch eine Nahrungs- und eventuell sogar Lebensumstellung und sportliche Betätigung dazukommt – wie bei mir selber – finde ich das äußerst positiv.
Nein, dumm bin ich nicht. Und ich bin auch auf kein falsches Wundermittel reingefallen! Natürlich habe ich mich vorab informiert und war eher skeptisch. Da ich Ernährungswissenschaften studiert habe, hatte ich vorab ähnliche Bedenken wie Sie.
Nach einigen Recherchen testete ich Hoodia und war zufrieden. Warum sollte ich das anderen Lesern nicht mitteilen?
Ich freue mich aber über Ihre Kritik, fasse sie als Anregung auf.
Viele Grüße
Monika Braun


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