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Schönheitspflege für Männer in Beruf und Freizeit

von  Axel C. Balzer

Datum: 25.07.2007

Schönheitspflege bei MännernDamit wir uns von Anfang an nicht falsch verstehen - hier geht es nicht um Gurkenmasken, Schlammpackungen oder gar Schönheitsoperationen. Was erwarten wir von Frauen? Sie sollen sich schminken, nett frisiert und einfach schön anzusehen sein. Und der Mann ... ? Na ja - die Zeiten, in denen der "Natur-Tarzan" mit seinem "natürlichen Parfüm" noch "In" war, sind zum Glück vorbei. Auch von uns Männern wird heutzutage erwartet, sauber und gepflegt zu erscheinen.

Aber keine Sorge - ich will Sie hier nicht mit einem aufwändigen "Männer-Schönheits-Knigge" traktieren, sondern einfach aufzeigen, was heute zum guten Ton gehört. Denn es gibt eine ganze Menge Dinge, die man ohne viel Aufwand tun kann, um angenehm auf andere zu wirken.

Schließlich will Man(n) auch beim weiblichen Geschlecht - was die eigene Frau mit einschließt! - einen guten Eindruck hinterlassen. Und falls Sie das noch nicht motivieren sollte, denken Sie einfach daran, daß ein angemessenes Erscheinungsbild auch im Beruf von jedem erwartet wird.

Deshalb habe ich die wichtigsten Eckpunkte herausgesucht. Wenn Sie diese Eckpunkte in der täglichen Pflege beachten, können Sie die gröbsten Fettnäpfchen umgehen.

Die Pflege der Hände ...

Die Pflege der Hände läßt durchaus Rückschlüsse auf den Plegezustand des ganzen Mannes zu. Immerhin gaben 38 % der Frauen bei einer Umfrage der Zeitschrift „Brigitte“ an, daß sie zuerst auf die Hände eines Mannes achten. Demnach ist nicht nur der „Knackpo“ für den ersten Eindruck wichtig. Schließlich sind die Hände in aller Regel auch das Körperteil, mit dem wir einander berühren.

Die Fingernägel zeigen Stil ...

gepflegte Hände MannSaubere Fingernägel sollten heute eigentlich nicht mehr der Erwähnung Wert sein. Aber das scheint beim männlichen Geschlecht noch nicht wirklich angekommen zu sein. So deuten dunkle Halbmonde unter den Nägeln auf nachlässige Pflege hin. Selbst nach körperlicher Arbeit in Haus oder Garten, ist es nicht zu viel verlangt zur Nagelbürste und Seife zu greifen.

Wie sieht es aber mit der richtigen Länge der Fingernägel aus? Die meisten Frauen (73 %) mögen keine Krallen beim Manne. Bei der Benutzung von Nagelknipser, Schere und Co. bleiben manchmal scharfe Kanten zurück. Schonender geht es mit Keramik- Mineral- oder speziell beschichteten Feilen. Sie bieten sich für die Anwendung nach dem Schneiden an.

Wer Feilen benutzt, verhindert zusätzlich das Splittern und Einreißen der Nägel. Für besonders dünne Nägel gibt es sogenannte Soft-Feilen. Auch die Nagelhaut muß bei Männern nicht wulstig und überstehend sein. Mit Hilfe spezieller Pflegeprodukte können Sie ihr zu Leibe rücken und den "brutalen" Griff zur Schere vermeiden.

Schwitzende Hände sind out ...

Es gibt hier extra für den Mann entsprechende Pflegeprodukte, die seine Hände glatt und gepflegt aussehen lassen. Außerdem beugen sie einem "feuchten Händedruck" vor. Trauen Sie sich nicht selbst ran? Kein Problem, es gibt ausreichend Nagelstudios oder Kosmetiksalons, die auf „männlichen“ Besuch eingestellt sind. Trauen Sie sich!

Die Frisur macht das Gesicht!

Die einen haben zu viel Haare, die anderen zu wenig. Es ist schon eine haarige Angelegenheit mit dem Haarwuchs. Auf unserem Körper wachsen zwischen 300.000 – 500.000 Haare, davon rund ein Viertel am Kopf und täglich wird jedes von ihnen ca. 0,4 mm länger. Bei der Körperpflege kommt auch der Mann nicht umhin, das eine oder andere Haar zu entfernen.

struppige HaareBedenken Sie einfach - viele Körperteile mögen unseren Mitmenschen verborgen bleiben, aber das Gesicht (und damit die Haare) gehören jedenfalls nicht dazu. Da wir anderen Menschen sehr häufig ins Gesicht sehen, kann man die Haare wohl als das "Aushängeschild überhaupt" beim Menschen ansehen. Egal ob wir bewußt oder unbewußt andere Menschen wahrnehmen, die Haare vermitteln sofort einen Eindruck über die Körperpflege und damit auch über die Selbstachtung und das Reinlichkeitsverhalten.

Daher ist sowohl der regelmäßige Gang zum Frisör, als auch die tägliche Pflege - wie Waschen und Frisieren - ein "Muß" für jeden Mann, der gepflegt erscheinen will. Warten Sie nicht, bis ein(e) Kollege(in) dies einmal schnippisch bei Ihnen kritisiert, dann ist es nämlich zu spät. Denn bis es soweit kommt, hat sich schon lange eine Erwartungshaltung bei Ihren Mitmenschen etabliert. Sie können sich bestimmt vorstellen, wie schwierig es ist, ein einmal etabliertes Urteil wieder loszuwerden.

Das Schönheitsideal ist nicht für jeden da ...

Schauen wir in die Werbung oder den zur Zeit angesagten Männermodels auf den Körper, stellen wir fest, daß es offensichtlich dem Schönheitsideal entspricht nahezu die ganze Körperbehaarung zu entfernen. So weit muß man aber nicht gehen, denn mal ehrlich, es gab eine Zeit, da waren wir stolz auf unsere ersten Haare auf der Brust.

Ist die Rasur des Bartes zur alltäglichen Übung geworden, Dreitagebart hin oder her, so ist das Entfernen anderer Körperbehaarung noch nicht selbstverständlich. Manchmal hilft das Auftragen eines speziellen Balsams nach der Rasur, um Hals und Gesicht frisch und entspannt aussehen zu lassen.

Der Bart ist nur die halbe Miete ...

Bei der Rasur sollte man auch den Ohren und der Nase Aufmerksamkeit schenken. Es macht nicht gerade den besten Eindruck, wenn aus ihnen die Haare büschelweise sprießen. Augenbrauen "a la Weigel" sind längst nicht bei allen beliebt. Mit einem entsprechenden Langhaarschneider oder speziellen Nasen- und Ohrenhaarschneidern ist dies einmal in der Woche schnell getan und der ästhetische Effekt enorm.

Die Haarpracht am Oberkörper ...

Schwieriger wird es, wenn Sie dem "haarlosen" Schönheitsideal der Männer-Models nacheifern wollen. Für die Brust- und Achselbehaarung steht im Endeffekt die gesamte Haarentfernungspalette zur Verfügung, Epilieren, mit Langhaarschneider, Heißwachs und Rasieren.

Ein ganz anderer Fall ist die Rückenbehaarung. Hier ist eine helfende Hand gefragt. Egal, ob Sie auf einen Profi oder eine „Aushilfe“zurückgreifen. Gewählt werden kann zwischen Rasur, Epilation oder Wachs.

Haare an den Beinen ...

behaarte BeineHier streiten sich die Geschlechter. Gehören behaarte Beine zum männlichen Geschlecht? Diese Entscheidung überlasse ich Ihnen. Sollte jedoch die Verwandschaft zu unseren biologischen Vorfahren zu deutlich zu Tage treten, kann man auch hier auf die oben genannten Verfahren zurückgreifen.

Alternative zur Rasur gefällig?

Grundsätzlich ist eine Enthaarungscreme eine sehr gute Allzweckwaffe für alle Körperstellen, die Sie „befreien“ wollen: Auftragen, einwirken lassen und mit Wasser abspülen.

Darf es etwas mehr sein?

Sie wollen darüber hinaus etwas mehr für Ihr Äußeres tun? Kein Problem, aber lassen Sie die Finger von den Pflegeprodukten Ihrer Frau oder Freundin. Produkte für Frauen tun Männerhaut nicht gut, denn auch hier gibt es den kleinen Unterschied.

Männerhaut ist um ca. 20% dicker als die der Frauen. Sie erscheint meist auch gespannter und fester, weil sie ein höheres Wasserbindungsvermögen hat. Männerhaut enthält mehr Collagen, neigt weniger zu Faltenbildung und altert nicht so schnell.

Ein typisches Problem des Mannes ist die so genannte Rasurfollikulitis, eine Entzündung im Bereich der Barthaare. Oft ist einfach ein schlecht gereinigter Rasierapparat für die Verschleppung der Keime verantwortlich. Dies kann man leicht mit etwas Sorgfalt bei der Reinigung des Rasierapparates (mind. alle 6 Wochen) vermeiden.

Hormonell bedingt, neigen Männer oft zu fettiger und unreiner Haut. Die Kosmetikbranche hat sich mittlerweile auf den „sich pflegenden Mann“ eingestellt und bietet eine Vielzahl an Produkten. Da gibt es Hydrogels, Peelings, Nachtpflege, Tagescreme, der Pflegestift für die Lippen und Augen.

Brauchen Sie Beratung?

Bevor Sie wahllos das Regal der nächsten Drogerie plündern, sollten Sie sich unbedingt beraten lassen. So eine Beratung kostet zwar auf den ersten Blick etwas Geld, aber dafür wissen Sie am Ende, was Sie für die Pflege Ihres Hauttyps wirklich brauchen. Dann können Sie gezielt shoppen gehen und nur das kaufen, was für Ihre Pflegebedürfnisse wirklich wichtig ist.

Und falls Sie noch überlegen, ob bzw. wieviel Sie in Ihre äußere Erscheinung investieren wollen, bedenken Sie einfach, daß man "innere Werte" nicht sehen kann. Ihre äußere Erscheinung hingegen ist jedem präsent. Manche behaupten gar, daß der Körper der Spiegel der Seele ist. Aber unabhängig wie wir solchen Gedanken gegenüberstehen - Fakt ist, daß Ihr Erscheinungsbild auf andere Menschen wirkt. Das ist völlig unabhängig davon, ob wir die Wirkung bewußt wahrnehmen oder nicht.

Sie wären nicht der Erste, der sich durch ein "positives Erscheinungsbild" einen besseren Start im Umgang mit anderen Menschen, egal ob in Beruf, Karriere oder privat, verschafft, ganz abgesehen von der Anziehungskraft einer gepflegten Erscheinung auf das weibliche Geschlecht. Denn auch hier gilt, daß der erste Eindruck zählt.

Viel Spaß bei der Pflege Ihres Körpers!

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