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An der Börse spekulieren - wie geht das eigentlich?
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von Gerhard Höller
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Datum: 07.10.2002
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Nun, der traditionelle Weg besteht darin, zu seiner Hausbank zu gehen,
dort kundzutun, dass man sein Geld in Aktien oder Fonds o.ä. anlegen möchte,
um sodann, wenn man denn über ausreichend Kapital verfügt, von einem der dortigen
"Experten" Empfehlungen zu bekommen. Um diese umsetzen zu können,
muss ein spezielles Konto eröffnet werden, über das, per Telefon oder Internet,
Transaktionen (d.h. Käufe oder Verkäufe) getätigt werden können.
In
den letzten Jahren haben sich am deutschen Markt (und nicht nur!, aber auch
dort) jede Menge sog. "Discount-Broker" breitgemacht.
Das sind sozusagen abgespeckte Banken, über die Börsentransaktionen vorgenommen
werden können. Beratung gibt es dabei keine, Filialen auch nicht, die Transaktionen
werden nur telefonisch oder online abgewickelt. Der Clou dabei ist natürlich
der, dass Discount-Broker um Häuser billiger sind als konventionelle Banken,
aber nicht nur das: Nachdem eher erfahrenere Anleger angesprochen werden, sind
die Angebote dieser Unternehmen oft auch denen der konventionellen Banken (deren
Tochterunternehmen sie im übrigen in den meisten Fällen sind) in punkto Professionalität
um einiges voraus.
Welche Discount-Broker gibt es nun in Deutschland, und welche sind am meisten
zu empfehlen?
An erster Stelle steht für mich ganz klar die börsennotierte Münchener DAB
bank AG, ein (sehr selbständiges) Tochterunternehmen der zweitgrößten Bank
Deutschlands, der HypoVereinsbank. Gegründet 1995 als „"Direkt
Anlage Bank" bietet dieser Discount Broker meiner Erfahrung und Meinung
nach (ich bin seit 1996 Kunde des Hauses) den deutschlandweit mit Abstand besten
und professionellsten Service. Es mag sein, dass der eine oder andere Konkurrent
die DAB bank, was Gebühren betrifft, gelegentlich um marginale Beträge unterbietet.
Dies wird aber mehr als wettgemacht durch die telefonische Erreichbarkeit, die
Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter, die übersichtliche Ordermaske
oder auch die Stabilität und Verlässlichkeit der Internetpräsenz, die Möglichkeit,
an den wichtigsten Weltbörsen zu handeln usw. u.s.f.
Wenn Sie bei der DAB bank ein Konto eröffnen oder sich über die Gebühren etc.
informieren möchten, gehen Sie einfach auf www.diraba.de
oder wählen Sie 01802/25-45-05 (EUR 0,10 pro Anruf), und Sie erfahren mehr!
Weitere Anbieter sind noch die Commerzbank-Tochter comdirect
(www.comdirect.de), die
Nürnberger ConSors AG (www.consors.de),
beide ebenfalls börsennotiert, deren Muttergesellschaft Schmidt Bank
sich aktuell aber hart an der Grenze zum Konkurs befindet oder die Deutsche-Bank-Tochter
maxblue (www.maxblue.de).
Wenn Sie sich lediglich über die aktuelle Börsenlage informieren möchten,
dann sind Sie mit der comdirect-Site mit Abstand am besten bedient (das ist
der einzige gröbere Makel der DAB bank, dass deren Internetpräsenz in punkto
Kursinformation nicht viel hergibt). Bei ConSors hat das Team um Chef Karl-Matthäus
Schmidt eine sehr gut gemachte Site samt hochgradig unterhaltsamen Börsenforum
im Zuge eines vor ca. zwei Jahren durchgeführten Relaunch leider völlig "verhunzt",
warum, ist mir bis heute unklar ...
Stichwort US-Börsen: Wenn Sie direkt an den umsatzstärksten Börsen der
Welt handeln möchten, dann empfehle ich Ihnen aus dem reichhaltigen Angebot den
Discount-Brokerage-Pionier Ameritrade (www.ameritrade.com)
aus Omaha/Nebraska, dem Ort, an dem auch der legendäre Großinvestor Warren
Buffett wohnt. Empfehlenswert sind auch die kürzlich acquirierte Ameritrade-Tochter
Datek (www.datek.com),
die eine insgesamt etwas übersichtliche Internetpräsenz bietet, sowie der weltgrößte
Online-Broker E*Trade (www.etrade.com),
der mittlerweile auch einen deutschen Ableger hat (de.etrade.com
- überzeugt mich nicht 100%ig) - ich empfehle am ehesten Ameritrade und/oder Datek.
Legende: 5: super - bis 1: erträglich
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