![]() |
![]() |
![]() |
||||||||||
| ||||||||||||
|
||||||||||||
|
Alles zu:
Persönlichkeit
Die herrlich nackte Wahrheit der Gefühle
Echte Gefühle oder falsche? Ist es wirklich so leicht, mit gesundem Menschenverstand die echten von den falschen Gefühlen zu unterscheiden? Wenn ja - nach welchen Kriterien könnten Sie diese Unterscheidung treffen? Sehen wir uns zunächst die Wirkungen von Gefühlen an.
Echte Gefühle passen zu dem, was ich in der jeweiligen Situation tatsächlich bewirken will. Sie erkennen sie daran, daß Sie ihre Wirkung ...:
Kurz: Es sind Ihre Gefühle. Die Wirkung unechter Gefühle hingegen passen nicht zu dem, was Sie tatsächlich wollen, sondern werfen nur kurzfristig befriedigende Schein-Gewinne ab. Sie erkennen sie daran, daß sie Ihnen mehr oder weniger passieren, nicht Sie, sondern die Gefühle entscheiden und bewirken, daß Sie auf bestimmte Schlüsselreize die Reaktion abspulen, die Ihnen irgendwann mal beigebracht wurde. Kurz: Es sind anerzogene Gefühle.
Das Unterscheidungskriterium passend/ unpassend zur Situation auf unechte Gefühle angewandt würde im Falle von Trauer bedeuten: Immer dann, wenn ich mich nicht von etwas trennen will oder einer Trennung nicht zustimmen will, wäre das Gefühl von Trauer fehl am Platz. Laut weinend der Welt mitzuteilen: Ich will ja dies oder jenes unbedingt bewahren, aber die lassen mich nicht – was will ich damit bewirken? Mich verabschieden von dem, was ich will oder den Anspruch aufgeben, daß ich das, was ich will, je können werde? Wäre Aggression, vielleicht auch Neugier nicht passender? Zugegeben, so einfach es auch ist, echte von falschen Gefühlen zu unterscheiden. Solange ich im Labyrinth unechter Gefühle orientierungslos gefangen bin, wird es schwer sein meine echten Gefühle zu erkennen. In der Transaktionsanalyse werden diese unechten Gefühle als "Maschen" bezeichnet, andere Autoren sprechen davon, daß Menschen in aller Regel "Opfer" ihrer typischen Gefühlsketten werden, insbesondere, wenn sie sich in Stressituationen befinden. Maschen / Gefühlsketten Indizien im Alltag, an denen Sie erkennen, daß Sie in einer Gefühlsmasche hängen:
In bestimmten Situationen können Menschen ihre Gefühle oder ihr Verhalten nicht verändern. Sie wissen vielleicht, daß es auch andere Möglichkeiten gibt, doch sie können diese Möglichkeiten für sich nicht verwirklichen. Auch wenn sie es wollen, verhalten sie sich doch auf alte, gewohnte Weise. Woran liegt das?
Da jedes Kind so nur ganz bestimmte emotionale Reaktionen auf Streß kennenlernt, ist es natürlich davon überzeugt, daß diese seine Reaktionen ganz natürlich, sozusagen zwangsläufig, die einzig möglichen oder zumindest die einzig angemessenen sind. Beispiele für Stress:
Typische emotionale Reaktionen darauf : sich wütend, verletzt, traurig, schuldig, ängstlich, unzulänglich, erschrocken fühlen. Durch welche Elemente sich die einmal gebildeten Maschen verfestigen und das Weltbild eines Menschen wesentlich bestimmen, ist in Leslie Cameron-Bandlers und Michael Lebeaus Buch "Intelligenz der Gefühle" folgendermaßen beschrieben:
Wahrnehmungsfilter, Virtuelle Frage und Kernmotiv bestimmen zusammen das Erleben und Verhalten einer Person. Der Wahrnehmungsfilter läßt nur die Informationen durch, welche für die Kernmotive relevant sind und tilgt alle anderen Informationen. Die Kernmotive können als Antworten auf die Virtuellen Fragen verstanden werden, sind also durch die Virtuelle Frage festgelegt. Diese aber sind im wesentlichen durch die Orientierung der Eltern entstanden und können im weiteren nur die Informationen verwenden, die von den Wahrnehmungsfiltern zugelassen werden. Klingt nach einem Teufelskreis und ist auch einer, solange ich der Überzeugung bin: "Das ist nun mal so." oder "Ich bin nun mal so." Und nun? Das Zauberwort heißt "Ich will!" Damals, als meine Mutter mir diesen Tip gab (als Zauberwort, ich weiß noch, wie geheimnisvoll sie dabei auf mich wirkte) habe ich es nur halb verstanden – etwa in dem Sinne: "Wenn du nur willst, dann schaffst du es auch, also streng dich an!" Es ist einfacher als ich damals dachte, zumindest weniger anstrengend: Wenn ich weiß was ich will, also auch ein klares Bild vor Augen habe, dann kann ich trotz der tausend Möglichkeiten, die sich mir jeden Tag bieten, entscheiden, welche davon in die von mir ersehnte Richtung führen und welche nicht. Daraus läßt sich ein anderer Umgang mit Gefühlen ableiten: Nur wenn ich weiß, was ich kurz-, mittel- oder langfristig verändern will habe ich eine Chance, den Weg dorthin zu finden. Ansonsten lande ich irgendwo.
Wie ich erreiche, daß ich mich so fühlen kann, wie ich will, zeigt die MIND MAP. Bevor Sie aber die für Sie geeignete Auswahl treffen und sich die für Sie optimale Reihenfolge überlegen, brauchen Sie ...:
In umgekehrter Reihenfolge:
Nachsatz: Jeder Mensch zielt mit seinem Handeln auf Erfolg ab. Wenn Sie sich häufig mit anderen streiten, sind Sie ebenfalls erfolgreich. Allerdings bleibt die Frage, ob Sie diese Art von Erfolg wirklich langfristig in Ihrem Leben haben wollen. Da jede Intention - und damit jede Handlung auf Erfolg abzielt, ist Freude eigentlich das "Natürlichste" aller Gefühle. Aus dieser Überlegung können Sie den Wahlspruch ableiten... ... je mehr Sie Freude in allem, was Sie tun empfinden, umso weiter haben Sie sich aus dem Labyrinth der Gefühlsmaschen herausgearbeitet. Wer sich detaillierter über die Grundgefühle informieren möchte, dem empfehle ich das Know-How: Die Welt der Gefühle.
Kommentar-ListeKeine Kommentare vorhanden. |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
______________________________________________________________
© 2002-2008 Petra Sütterlin - Philognosie und deren Lizenzgeber. Alle Rechte vorbehalten. (Siehe Impressum)