Festplatten Tuning: 30 Prozent schneller mit SSD-Festplatten

Die heutigen Software-Programme verlangen unseren PCs eine Menge Rechenpower ab, wenn sie flüssig laufen sollen. Daher ist es bei vielen Computer-Nutzern ein Dauerthema, wie man aus seinem vorhandenen PC mit möglichst einfachen Mitteln mehr Leistung herausholen kann. Ein wesentliches Element, das die Leistung unseres PCs maßgeblich beeinflusst, ist die Festplatte. Da im laufenden Betrieb ständig Daten von der Festplatte gelesen bzw. neu geschrieben werden müssen, ist deren Lese- und Schreibgeschwindigkeit sehr wichtig.

In diesem Tipp will ich Ihnen eine relativ neue Technologie - die SSD-Festplatten - vorstellen (Stand März 2011), die einen Leistungsschub von 30% und mehr gegenüber herkömmlichen Festplatten bewirken können.

Was heißt SSD?

Das Zeichenkürzel "SSD" steht ausgeschrieben für "Solid State Drive", was man frei mit "Festkörperlaufwerk" übersetzen könnte. Während herkömmliche Festplatten (HDDs für Hard Disk Drive) mit beweglichen Bauteilen (wie z.B. sich schnell drehenden magnetischen Scheiben) arbeiten, wird nichts derartiges in der SSD verwendet. Die SSD speichert und liest Daten mit Hilfe von Flash-Bausteinen, die schon seit einiger Zeit in den sogenannten USB-Sticks zur Anwendung kommen.

Dadurch arbeitet eine SSD völlig geräuschlos und verbraucht mit ca. 1,5 Watt nur sehr wenig Strom. Der einzige Nachteil gegenüber herkömmlichen Festplatten ist der (noch) relativ hohe Preis. Bekommen Sie heute schon für ca. 85 Euro eine herkömmliche HDD-Festplatte mit 2000 GB, so müssen Sie für eine SSD-Festplatte mit 128 GB noch 200 Euro hinlegen.

Wie schnell sind SSD-Festplatten im Vergleich zu herkömmlichen HDDs?

Die schnellsten konventionellen Festplatten schaffen es mit ca. 80 bis 100 MB in der Sekunde, Daten zu lesen oder zu schreiben. Im Gegensatz dazu schafft eine flotte SSD-Festplatte (z.B. 64-Gigabyte SSD V+ von Kingston) beim Lesen und Schreiben schon bis zu 200 MB / pro Sekunde - also in etwa das Doppelte.

Zudem wird schon an weiteren Modellen gearbeitet, die mit einem SATA 3 Anschluss die Datenübertragung noch flotter machen sollen. Da SATA 3 ein noch relativ neuer Anschluss ist, wird man ihn in den meisten Fällen nicht auf den heutigen Mainboards finden, d. h. man wird zum Anschließen der SATA 3-SSD ein neues Mainboard bzw. eine Steckkarte brauchen. Das ist zwar dann noch teurer als eine SATA-SSD, aber dafür ist die SATA 3- SSD (z.B. RevoDrive X2 mit 240 GB = 600 Euro) dann noch einmal ca. doppelt so schnell, wie eine SATA-SSD.

Wie kann ich den Geschwindigkeitsvorteil einer SSD gut nutzen?

Einmal besteht natürlich die Option, eine SSD-Festplatte als internes Laufwerk in den PC selbst zu verbauen. Hier kann man eine Version mit SATA - bzw. SATA 3-Anschluss wählen.

Außerdem gibt es SSDs auch als externe Laufwerke, die mit einem USB 2 bzw. USB 3 Anschluss betrieben werden. Mit einem USB 2 Anschluss muss man jedoch relativ hohe Leistungseinbußen hinnehmen, d. h. man wird mit bis zu 50% weniger Leistung (als bei einer intern verbauten SSD-Festplatte) rechnen müssen.

Anders sieht es aus, wenn man die SSD an einen USB 3 Anschluss steckt, denn dann erreicht sie fast die gleiche Leistung, wie bei einer intern verbauten SSD. Das ist natürlich für alle User sehr praktisch, die oft ein Backup mit vielen Daten machen müssen. Hier kann man die Backup-Zeit im besten Fall gegenüber einen üblichen HDD halbieren.

Wie Sie sehen, sprechen viele Gründe dafür, sich mit der neuen SSD-Technologie zu befassen. Vielleicht ist diese Art von Hardware-Tuning auch die richtige Wahl, um Ihren PC flotter zu machen.

Viel Spaß beim Tunen Ihres PCs!

17.03.2011   von Aris Rommel | www.philognosie.net



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